Im Rahmen der laufenden Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Duisburger Verkehrsgesellschaft am Montag, 2. Februar, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Das teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. Für diesen Tag sind bundesweit Warnstreiks angekündigt.

Betroffen seien in Duisburg Beschäftigte aller Betriebsteile vom Fahrdienst über Werkstätten bis zum Kundencenter und der Verwaltung. Der Warnstreik dauere von Betriebsbeginn bis Betriebsende. „In dieser Zeit ist mit zahlreichen Ausfällen sowohl bei Bussen als auch Straßenbahnen zu rechnen“, so die Gewerkschaft. Regional- sowie S-Bahnen seien dagegen nicht von den Streikmaßnahmen betroffen.

„Die Kolleginnen und Kollegen in allen Teilen der DVG haben massive Arbeitsbelastungen. So ist das nicht mehr durchzuhalten“, sagt Matthias Baumann. Verdi-Bezirksgeschäftsführer für Duisburg. „Entweder man sorgt für merkliche Verbesserungen, oder der aktuelle Personalmangel wird nicht zu beheben sein.“

Einen zukunftsfesten ÖPNV werde es ohne ausreichende Zahl von Kolleginnen und Kollegen nicht geben. Das werde man ohne bessere Arbeitsbedingungen kaum erreichen. „Deshalb erwarte ich, dass die Arbeitgeber endlich ein Angebot vorlegen. Bisher kam von dieser Seite stattdessen nur die Drohung mit Gegenforderungen“, so Baumann. Den kommunalen Arbeitgebern müsse klar sein, dass es einen funktionierenden, zuverlässigen Nahverkehr nur gemeinsam mit den Beschäftigten geben werde.

In NRW fordern die Beschäftigten einen deutlichen Fokus auf Entlastung durch mehr Zeit: