Wer in einer bayerischen Großstadt nach einer günstigen, neuen Wohnung sucht, wird in Bayern am ehesten in Franken fündig: Sowohl in Nürnberg, Fürth und Erlangen als auch in Würzburg verlangen die Vermieter bei jeweils über 30 Prozent der inserierten Wohnungen weniger als zwölf Euro pro Quadratmeter, wie der Immobilienverband Deutschland Süd (IVD) in München mitteilte.
In München ist dieses günstige Segment demnach praktisch nicht mehr vorhanden. In der Landeshauptstadt kosten demnach nahezu sämtliche Wohnungen (96 Prozent) mehr als 16 Euro pro Quadratmeter. Doch auch in Augsburg, Regenburg und Ingolstadt ist der Anteil von Mietwohnungen unter zwölf Euro pro Quadratmeter sehr viel niedriger als in Franken.
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Im Fall Augsburgs wirkt sich nach Einschätzung des IVD-Immobilienexperten Stephan Kippes die Nähe zu München aus. Der Anteil der für weniger als zwölf Euro pro Quadratmeter angebotenen Wohnungen liegt in Bayerns drittgrößter Stadt demnach bei weniger als einem Fünftel (18 Prozent), so niedrig wie in keiner anderen Stadt außer München.
Grundlage der Auswertung waren Wohnungsinserate auf Online-Portalen und in Zeitungen, also nicht abgeschlossene Mietverträge. Allerdings kommt es nur sehr selten vor, dass Vermieter die Miete vor Vertragsunterschrift heruntersetzen.
