„Gastronomische Erfolgsgeschichte“ endet
Mövenpick verlässt das Café Kröpcke
30.01.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Café Kröpcke (Archivbild): Das Gebäude soll modernisiert werden. (Quelle: alimdi/imago-images-bilder)
Nach fast fünf Jahrzehnten endet die Ära Mövenpick im traditionsreichen Café Kröpcke in Hannover. Das Wahrzeichen der Innenstadt wird umfassend modernisiert.
Große Veränderungen stehen beim Café Kröpcke an. Es soll in den nächsten Monaten und Jahren weiterentwickelt und modernisiert werden. Die Gastronomiekette Mövenpick wird in diesem Zuge ihren 2027 ablaufenden Mietvertrag nicht verlängern. Das geht aus einer Pressemitteilung der Café am Kröpcke Betriebsgesellschaft (CaK) von Freitag hervor. „Damit endet eine fast 50-jährige gastronomische Erfolgsgeschichte in Hannover“, heißt es auf der Webseite des Café Kröpcke.
Thorsten Kröger, Geschäftsführer der CaK, sagte, er empfinde Wehmut. „Aber es ist ebenso eine Chance, auch diesen Gebäudeteil vollständig zu sanieren und neue, spannende Gastronomiekonzepte ins Herz der Innenstadt zu bringen.“
Neben der Sanierung ist eine Neukonzeption geplant, sie soll in den kommenden Monaten entwickelt werden. Wichtig sei den Beteiligten dabei: „Das Café Kröpcke wird seinen Nimbus und identitätsstiftenden Charakter als eines der Wahrzeichen der Landeshauptstadt bewahren.“
Die Bauarbeiten beginnen mit der Entkernung des Expo-Café-Gebäudes. Ab Oktober 2026 zieht das Enercity-Kundencenter deshalb vorübergehend in die Georgstraße 35.
Die Modernisierungsmaßnahmen im „Ur-Café-Kröpcke“ werden voraussichtlich frühestens Ende 2027 starten. Dann sollen auch alle Geschäfte den flachen Gebäudeteil eine Zeit lang verlassen. Heizung, Lüftung, Kälte- und Elektroanlagen sollen erneuert werden, die Hülle energetisch verbessert. Auch optisch könnte sich der Bau verändern.
Dabei sollen „der grundlegende Charakter, die Proportionen und die Anmutung des Gebäudes“ erhalten bleiben. Es soll aber offener, frischer und zeitgemäßer wirken.
Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis zu drei Jahre. Der Gebäudekomplex soll saniert werden, weil er rund 50 Jahre alt ist. Technik, Energieeffizienz und Teile der Gebäudehülle entsprächen nicht mehr heutigen Anforderungen, heißt es von der CaK.
