Dresden. Kunden der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) müssen sich am kommenden Montag, 2. Februar, auf erhebliche Behinderungen beim Bus- und Straßenbahnverkehr einstellen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind in Sachsen die Verkehrsunternehmen in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau, wie es am Freitag in einer Mitteilung der Gewerkschaft hieß.
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Dresdner Verkehrsbetriebe rechnen mit erheblichen Ausfällen
Nach Angaben von Verdi richtet sich der Streik in Dresden gegen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB). Der Unternehmenssprecher Falk Lösch ging am Freitag davon aus, dass es den gesamten Tag über Ausfälle geben wird. „Es sind dann nur einige wenige Busse, die von Subunternehmern gefahren werden, unterwegs.“ In Dresden ist unter anderem die Firma Taeter Tours im Auftrag der DVB unterwegs.
Weil auch die Elbefähren von einem Subunternehmen, der DVS, betrieben werden, werden diese aller Voraussicht nach am Montag im Einsatz sein. Die Standseilbahn und die Schwebebahn in Loschwitz werden hingegen wohl bestreikt, wie die DVB mitteilen.
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Ein Notfallfahrplan lasse sich bei flächendeckender Bestreikung nicht aufbauen, so Lösch. Erst am Montag wird laut DVB aber genau feststehen, wie viele Mitarbeiter an dem Streik teilnehmen.
Dresdner S-Bahnen fahren auch am Montag
Nicht vom Streik betroffen sind die Dresdner S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn (DB) betrieben werden. Die Züge der Deutschen Bahn verkehren uneingeschränkt, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Regional- und Fernverkehr der DB sei nicht vom Streik nicht betroffen.
Hintergrund des Warnstreiks ist die ergebnislos gebliebene erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen. Verdi wirft den Arbeitgebern vor, Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen zu verlangen, darunter eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sowie Kürzungen bei Urlaub, Zuschlägen, Krankengeldzuschuss und Leistungsentgelt.
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Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, höhere Zuschläge – insbesondere für Nachtarbeit -, eine Erhöhung der Jahressonderzahlung sowie längere und verlässliche Ruhezeiten zwischen den Schichten. Zudem verlangt Verdi Maßnahmen zur Entlastung der Beschäftigten und eine Sicherung der Arbeitsplätze.
Streik bei den Dresdner Verkehrsbetrieben – das sind die Alternativen
Kunden der DVB müssen sich am Montag nach Alternativen umschauen. Wer nicht das eigene Auto oder Fahrrad nutzen will oder kann, kann auf Carsharingangebote ausweichen. Die DVB haben mit den sogenannten Mobicars eine eigene Fahrzeugflotte – in Kooperation mit dem Anbieter Teilauto. Dieses bietet darüber hinaus auch eigene Wagen an. Wer am Montag dringend mit dem Auto fahren muss, kann auch ein Taxi rufen.
Für ein Leihfahrrad sind die Mobibikes der DVB eine günstige Alternative. Sie werden in Kooperation mit dem Leipziger Unternehmen Nextbike angeboten. Außerdem können E-Scooter von verschiedenen Anbietern gemietet werden.
SZ