Hamburg. Nach dem Tod von zwei Menschen auf den Gleisen einer U-Bahnstation in Hamburg ermittelt die Mordkommission. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen hätten sich die 18 Jahre alte Frau und der 25 Jahre alten Mann am Donnerstagabend unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig der Station Wandsbek Markt aufgehalten. Dann habe der Mann die Frau gegriffen und sich mit ihr vor die einfahrende U-Bahn gestürzt.


Polizei will am Nachmittag zu dem Fall informieren

Weitere Informationen zu dem Fall gab die Polizei aktuell nicht heraus. Die Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft laufe, eine Pressemitteilung zu dem Vorfall solle am Nachmittag veröffentlicht werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich die beiden nicht. Die Mordkommission ermittele in alle Richtungen. Am Freitag sollen, wenn vorhanden, die Videoaufnahmen ausgewertet und Zeugen befragt werden. Es werde alles getan, um an Informationen zu dem Vorfall zu kommen.

Keine Spuren mehr am Morgen danach

Nach dem tödlichen Vorfall waren in der Nacht viele Rettungskräfte und Polizeibeamte in und vor der Station unterwegs. Polizisten sicherten die Eingänge ab, damit keine Unbefugten die Station betreten. Die beiden Toten wurden in der Nacht in Holzsärgen über die Rolltreppen aus dem U-Bahnhof gebracht. Zeuginnen und Zeugen des tödlichen Vorfalls wurden laut Polizei seelsorgerisch betreut.

Am Morgen danach wiesen keine Spuren darauf hin, dass in dem U-Bahnhof in der Nacht zwei Menschen starben. Am Vormittag war auf den Bahnsteigen sowie den Zugängen zunächst keine Polizei zu sehen. Auch Blumen oder Kerzen lagen zunächst nicht am Bahnsteig oder im Bahnhof.

U-Bahnverkehr am Abend unterbrochen

Der U1-Verkehr zwischen den Haltestellen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt war wegen des Vorfalls zeitweise unterbrochen worden. Inzwischen ist die Linie U1 ist wieder normal unterwegs, wie aus der App des Hamburger Verkehrsverbundes hervorging.

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Die U-Bahn-Linie 1 in Hamburg fährt am Freitagmorgen wieder durch die Station „Wandsbek Markt“. (Archivbild)