Dresden. Der Eigentümer Vattenfall hat das Pumpspeicherwerk Niederwartha energiewirtschaftlich stillgelegt. Der Badespaß im Stauseebad Cossebaude steht daher seit Jahren auf der Kippe, auch weil eine wasserwirtschaftliche Stilllegung folgt.

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Ohne das Werk gibt es schon jetzt keinen Grund mehr, den Wasserspiegel im Stausee zu halten, der dann nicht mehr für das Badevergnügen genutzt werden könnte.

Betrieb des Freibades für fünf Jahre sicher

Jahr für Jahr hat die Dresdner Bäder GmbH seither mit der Vattenfall Wasserkraft GmbH (VWK) eine Zwischenvereinbarung zur Haltung des Wasserstandes geschlossen.

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Jetzt die erfreuliche Kehrtwende. Der Stadt gelang es, eine neue „Absichtserklärung zum Pumpspeicherwerk Niederwartha und zur Nutzung des Stauseebades Cossebaude“ zu vereinbaren. Damit ist die Grundlage geschaffen, dass der zuletzt nur noch jährlich verlängerte Pachtvertrag nunmehr um weitere fünf Jahre bis Ende 2030 verlängert wird.

Als Landeshauptstadt Dresden setzen wir alles daran, das Stauseebad Cossebaude langfristig als Badestelle im Dresdner Westen zu erhalten.

Dirk Hilbert (FDP)

Oberbürgermeister

„Als Landeshauptstadt Dresden setzen wir alles daran, das Stauseebad Cossebaude langfristig als Badestelle im Dresdner Westen zu erhalten. Die nun erzielte Einigung gibt allen Beteiligten für die nächsten Jahre Planungssicherheit“, sagt OB Dirk Hilbert (FDP).

Ankauf des Pumpspeicherwerkes als echte Option

Gleichzeitig arbeite man weiter darauf hin, für das Pumpspeicherwerk Niederwartha eine trag- und vor allem zukunftsfähige Lösung zu finden. So bestehe eine Verlängerungsoption für das Freibad um weitere fünf Jahre, soweit es die von Vattenfall für die Zeit nach 2030 am Unterbecken geplanten Umbaumaßnahmen zulassen.

In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe stimmen sich alle Beteiligten sowohl dazu als auch zu möglichen Nachnutzungsoptionen fortlaufend ab.

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Zudem wurde in dem Dokument nochmals bekräftigt, dass der Ankauf des Pumpspeicherwerkes durch die Stadt möglich und gewollt ist. „Eine Verpflichtung ist damit jedoch nicht verbunden. Diese Entscheidung bleibt den zuständigen Gremien der Landeshauptstadt vorbehalten“, so Hilbert weiter.

Ein Blick in das alte Pumpspeicherwerk.

Benjamin Tupaika, Geschäftsführer VWK: „Wir sind seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Partner für die Landeshauptstadt, dazu stehen wir, und gemeinsam mit der Stadt wollen wir eine gute und tragfähige Lösung für die Zukunft des Standorts erarbeiten.“

Die gemeinsame Nachnutzungskonzeption stelle eine große Chance für die Stadt Dresden dar.

Vattenfall baut bis 2035 um

Um die Anlagen des einstigen Kraftwerkes endgültig stilllegen zu können, muss Vattenfall erheblich vor Ort bauen. Das Unternehmen will den Antrag auf Planfeststellung bis Ende 2027 einreichen, um nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens eine Investitionsentscheidung zu treffen und so die Voraussetzungen für die Nachnutzung zu schaffen.

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Bis Ende 2035 könnte – nach heutigem Planungsstand – der Umbau umgesetzt sein. Dresden könnte dann kaufen. In den betroffenen Ortsteilen sollen die Anwohner in Informationsveranstaltungen im ersten Quartal des Jahres 2026 über den jeweiligen Planungs- und Sachstand informiert werden.

Cosebaude als eines der wichtigsten Dresdner Bäder

Seit 2021 droht dadurch, dass Vattenfall im unteren Staubecken nur noch einen Mindestwasserstand garantieren muss, das Aus für das Stauseebad, eines der beliebtesten Freibäder der Stadt. Meist teilt sich Cossebaude diesen Titel mit dem Naturbad Mockritz.

Dresden versuchte seither, durch die Verträge mit Vattenfall den Erhalt des Bades zu ermöglichen. Es wurden aber auch erste Pläne vorgestellt, wie eine Zukunft des Freibades ohne Stausee aussehen könne.

Das Bad verfügt neben dem See über ein großes Nichtschwimmerbecken mit Wasserpilz und Riesenrutsche sowie über ein kleineres Kinder-Planschbecken.

SZ