Erst wurden die langjährigen Mieter rausgeworfen, dann offenbar Kasse mit Kurzzeitvermietungen gemacht: Das Bezirksamt Eimsbüttel hat ein sehr hohes Zwangsgeld gegen eine Immobilienfirma verhängt. Grund ist der Verstoß gegen das Wohnraumschutzgesetz bei einem Mehrfamilienhaus im Grindelviertel (Rotherbaum). Und das ist nicht alles: Auch zur künftigen Nutzung der Wohnungen hat das Amt klare Vorgaben gemacht. Politiker loben das Vorgehen der Behörde als beispielhaft, der Eigentümer des Hauses reagiert.
Der Grindelhof 87 ist ein hässlicher Plattenbau mit rund 70 Wohnungen von jeweils nur 15 Quadratmetern. Vor knapp vier Jahren sorgte ein Brief der Hausverwaltung für Aufruhr bei den langjährigen Mietern. Wegen einer geplanten Sanierung wolle man über das Mietverhältnis sprechen, hieß es damals. Das Ziel war klar: Die Mieter sollten raus. Stattdessen wollte man Mikroapartments „für Singles, Studenten und Alleinstehende” einrichten, wie es auch auf der Projektseite der Firma hieß.