War das versuchte Hintergehen eines Komplizen bei einer groß angelegten Betrugsmasche der Auslöser für einen brutalen Versuch, einen fünfstelligen Geldbetrag einzutreiben? Laut Staatsanwaltschaft sollen zwei Angeklagte (33 und 39 Jahre alt) zwei Männer im Dezember 2020 in einem Restaurant an der Krefelder Straße in einen Lagerraum gebracht und dann die Türen verschlossen haben. Anschließend sollen sie von den Geschädigten die Zahlung von 13.000 Euro gefordert haben. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, soll einer der beiden eine Gruppe von Hells-Angels-Mitgliedern hinzugerufen haben. Diese sollen unmittelbar nach ihrem Eintreffen in dem gastronomischen Betrieb auf die beiden Geschädigten eingeschlagen haben, so dass diese blutende Verletzungen an Nase, Ohr, Lippen sowie ein geschwollenes Auge davon getragen haben sollen. Danach soll einer der Rocker erklärt haben, dass das Duo den Hells Angels nun weitere 10.000 Euro als Strafe schulde. Die beiden Männer sollen dann im Nachgang zumindest anteilige Geldbeträge übergeben haben. Seit Freitag, 30. Januar, müssen sich acht Männer zwischen 26 und 48 Jahren aus Mönchengladbach, Kaarst und Viersen vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Mönchengladbach wegen Raubs, räuberischer Erpressung, gefährlicher Körperverletzung sowie Freiheitsberaubung verantworten.