Das Justizministerium der USA hat zahlreiche weitere Dokumente zu den Ermittlungen gegen den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach von mehr als drei Millionen Dokumentenseiten.

Die Veröffentlichung ist überfällig: Laut einem Gesetz des US-Kongresses
hätte die Regierung nahezu alle Akten bereits bis zum 19. Dezember
freigeben sollen. Diese Frist ließ das Justizministerium verstreichen und erklärte, Hunderte Anwälte seien damit beauftragt worden, die Akten zu prüfen, um
festzustellen, welche Passagen zum Schutz der Opfer geschwärzt werden
müssten. Kurz vor Weihnachten veröffentlichte das Ministerium dann
Zehntausende Dokumentenseiten zu dem Fall. Viele davon waren davor
bereits öffentlich bekannt – oder fast vollständig geschwärzt.

Neue Dokumente enthalten erneut zahlreiche Schwärzungen

Ob sich neue Erkenntnisse in dem Fall ergeben,
war unmittelbar nach der Veröffentlichung auf der Homepage des
Ministeriums noch unklar. Inzwischen sind dort elf Datensätze abrufbar. 

Auch in den neuen Akten gibt es zahlreiche Schwärzungen. Damit seien persönliche Angaben zu den Epstein-Opfern unkenntlich gemacht, sagte Blanche. Ebenfalls zurückgehalten werde pornografisches Material, auf dem Kinder
zu sehen seien, und alles, was Ermittlungen auf Bundesebene behindern
könne.

Der ⁠besonders unter Reichen und Prominenten gut vernetzte
Finanzier Jeffrey Epstein soll einigen seiner Bekannten
Minderjährige zum Sex zugeführt haben. Jahrelang hatte der Multimillionär aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen
und Minderjährige zum Opfer fielen
. Über mehrere Jahre hinweg soll er
Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht
haben. Er wurde ⁠als
Sexualstraftäter verurteilt und 2019 tot in einem ⁠Gefängnis
aufgefunden. Sein Tod wurde als Suizid eingestuft. 

Trump und
Epstein galten ‌in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren ​als befreundet. Mitte der Nullerjahre endete die
Verbindung nach Angaben des Präsidenten. Trump hat ⁠angegeben, von
Epsteins Verbrechen nichts gewusst zu haben.

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