
Das deutsche Team hat sich beim Mixed-Wettbewerb in Willingen den zweiten Platz geholt. Der Sieg geht an die starken Slowenen.
Das deutsche Skisprungteam reist mit viel Rückenwind zu den Olympischen Spielen. Beim Mixed-Weltcup in Willingen feiert das Quartett um Agnes Reisch, Selina Freitag, Karl Geiger und Philipp Raimund einen zweiten Platz. Besser waren an diesem Tag nur die Slowenen um den Vierschanzentourneesieger Domen Prevc und seine ebenso starke Schwester Nika. Platz drei geht nach Japan.
Der Skisprung-Weltcup in Willingen wurde zum Geduldsspiel. Dichter Nebel und viel Wind stellten die Springerinnen und Springer auf eine harte Bewährungsprobe. Immer wieder musste der Anlauf verschoben werden, die Wartezeiten waren dementpsrechend lang.
Geiger im Team „Haben nach Leistung aufgestellt“
Der DSV setzte im Mixed-Team auf Selina Freitag, Agnes Reisch, Philipp Raimund und Karl Geiger. Für Geiger war es eine schwierige Saison. Sogar die Qualifikation für die Winterspiele verpasste er. Beim Springen in Willingen war er aber dennoch gesetzt: „Er hat es verdient“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF-Interview. „Er war der zweitbeste Mann und wir haben nach Leistung aufgestellt.“
Als erste deutsche Springerin ging Agnes Reisch an den Start. Doch auch sie musste lange warten bis sie springen konnte. Zugedeckt saß sie die Wartezeit bei eisigem Wind ab bevor es endlich losging. Die lange Pause wirkte sich auch auf ihren Sprung aus. Nach der Landung winkte sie enttäuscht ab. „Das schlimmste ist, dass du so lang in dem Schuh bist, der so eng ist und du dann kein Gefühl mehr hast“, sagte sie. „Tut mir leid für die anderen.“
Geiger und Freitag mit starker Leistung
Deutlich besser lief es für Karl Geiger. Er landete bei über 138 Metern und knüpft damit langsam wieder an seine alten Leistungen an. Für seinen Sprung gab es sogar einen Sonder-Applaus von Teamkollege Raimund.
Auch Freitag lieferte und brachte das deutsche Team zwischenzeitlich sogar auf Rang eins. Raimund, letzter deutscher Springer, musste wieder lange warten bis er starten konnte.
Domen Prevc unantastbar
Ähnlich wie bei Reisch wirkte sich das Warten auch auf seinen Sprung aus. Deutschland blieb aber in Führung – bis der Dominator dieser Saison zeigte, was in ihm steckt. Trotz dichtem Nebel und viel Wind sorgte der Sprung von Vierschanzentourneesieger Domen Precz für den Sieg der Slowenen. Damit verpasst Deutschland den Sieg um nur 0,6 Punkte.
Der zweite Durchgang wurde wegen der schwierigen Bedingungen abgesagt. Trotzdem: Die DSV-Athleten können nach einer bislang durchwachsenen Saison positiv Richtung Olympia blicken.