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Wer so viele Chancen auslässt, kann nicht gewinnen!

Der 1. FC Nürnberg kommt im Heimspiel gegen Preußen Münster nicht über ein 1:1 hinaus, weil er erneut zu viele hochkarätige Möglichkeiten verpasste. Schon in den Anfangsminuten machte der Club da weiter, wo er zuletzt in Darmstadt (2:2) aufgehört hatte – mit dem Verballern bester Torchancen. Bereits nach zwei Minuten hätte es 1:0 stehen MÜSSEN. Doch scheiterte erst Zoma allein vor Preußen-Keeper Johannes Schnek, dann traf Lubach per Distanzschuss nur den Innenpfosten.

Auch danach gab es Chancen fast im Minutentakt. Bis zu 13. Minute schraubte der FCN das Torschussverhältnis schon auf 5:0. Zomas Versuch nach feinem Pass von Justvan wurde noch vor der Linie geklärt. So ging es mit einem für die Gäste äußerst schmeichelhaften 0:0 in die Pause. FCN-Torhüter Jan Reichert (24) zum unglaublichen Chancenwucher: „Letzte Woche war es in Darmstadt ein ähnliches Bild. Das ist einfach bitter, weil wir bringen uns heute um den verdienten Lohn. Wir pressen gut, wir zwingen den Gegner zu Fehlern und schlagen daraus kein Kapital. So ein Spiel kannst du ganz schnell auch mal auf deine Seite ziehen.“

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Als sich dann in der 56. Minute Zoma mit seinem 5. Saisontor zur Führung doch noch für seinen immensen Aufwand belohnte, schien der Nürnberger Chancenwucher ohne Folgen zu bleiben. Nur wenig später aber wurde die Klose-Elf böse ausgekontert. Nach einem Ballverlust hatte Münster plötzlich Überzahl und spielte diese souverän aus. Hendrix traf zum 1:1 (63.)

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Und danach waren plötzlich die Gäste sogar der Führung näher. Torschütze Hendrix hätte nach einer Flanke von Kirkesov beinahe den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Doch FCN-Torhüter Reichert war zur Stelle. In der Schlussphase versuchte die Klose-Elf dann noch einmal alles, doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr.

So fühlt sich dieses Unentschieden am Ende aus Nürnberger Sicht wie eine Niederlage an. Trainer Miroslav Klose: „Es ärgert uns, dass wir nicht gewonnen haben. Wir waren von Beginn an mutig gegen den Ball, waren aggressiv, haben nach vorn verteidigt und hatten mit dem Ball gute Variationen im Spiel. Wir sind zielstrebig auf hohe Balleroberungen gegangen und haben so auch das 1:0 erzielt. Leider bekommen wir dann zu schnell den Ausgleich. Münster war nach der Pause etwas sauberer. Wir haben etwas gezögert. Und dann bekommst du gegen einen so spielstarken Gegner auch mal Probleme.“

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Quelle: ARD30.01.2026

Vor allem die fehlende Effizienz vor dem Tor ist mittlerweile ein großes Thema beim Club. Aufwand und Ertrag stehen vor allem nach den beiden letzten Spielen in keinem guten Verhältnis. Größter Mutmacher: Die jüngste Heimbilanz. Aus den letzten sechs Partien im Max-Morlock-Stadion holten die Franken stolze 14 Punkte – zumindest hier ist der Club schon ein Spitzenteam.