Im Film ist er der Liebhaber vom Dienst – charmant, elegant, einer, der Herzen schmelzen lässt. In den 1930er-Jahren gehört er zu den bestbezahlten Schauspielern des Landes. Sein größter Erfolg: „Die drei von der Tankstelle“. Von Willy Fritsch ist hier die Rede, dessen Wahlheimat nach dem Krieg Hamburg ist. Dort setzt er seine Karriere fort und dort ist er auch begraben.
Vor 125 Jahren, am 27. Januar 1901, kommt Fritsch im oberschlesischen Kattowitz zur Welt. Kurz nach seiner Geburt zieht die Familie um – und so wächst der Junge in Berlin-Charlottenburg auf. Nichts deutet anfangs darauf hin, dass er mal Karriere machen würde. Er ist ein schlechter Schüler, vor allem Mathe und Französisch werden ihm zum Verhängnis. Nicht mal Gedichte kann er gescheit aufsagen – jedesmal bekommt er Panik. Lampenfieber – ein Problem, das ihn sein Leben lang begleiten wird.