Russlands Fleischwolf in der Ukraine bewegt sich nur sehr langsam. Für die geringen Fortschritte zahlt Moskau dennoch einen hohen Preis.

Russlands Armee kommt in der Ukraine nur schleppend voran. Laut einer Analyse des Centre for Strategic and International Studies (CSIS) liegt der tägliche Fortschritt seit Anfang 2024 bei 15 bis 70 Metern – laut „Telegraph“ macht sie das zur langsamsten Streitmacht der letzten hundert Jahre. 

Für diese geringen Fortschritte zahlt Moskau dennoch einen hohen Preis. Westliche Analysen gehen von bis zu 1,2 Millionen getöteten und verwundeten Soldaten aus.

ANZEIGEMoskaus Offensive bleibt hinter Erwartungen zurück

Besonders in der Ostukraine kommt Russland kaum voran. Symbolisch dafür ist die Schlacht um die strategisch wichtige Frontstadt Pokrowsk. Trotz intensiver Angriffe seit Sommer 2024 hält die Ukraine weiterhin Teile der Stadt. 

Laut „Telegraph“ hat Russland in den Jahren 2024 und 2025 lediglich 0,6 bzw. 0,8 Prozent des ukrainischen Territoriums erobert. Insgesamt kontrolliert Moskau etwa 20 Prozent der Ukraine.

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Ein russischer Soldat der Zentralen Streitkräftegruppe patrouilliert Symbolbild: Ein russischer Soldat patrouilliert in der ukrainischen Stadt Pokrowsk IMAGO / SNA / xStanislavxKrasilnikovx Russland greift weiter zivile Ziele an

Hauptbestandteil der russischen Strategie ist die Zermürbung der ukrainischen Zivilbevölkerung durch massive Drohnen- und Raketenangriffe auf Energieanlagen und Wohnhäuser. Die jüngsten Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund der am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA. 

Das nächste Treffen zwischen ukrainischen und russischen Vertretern soll nach Angaben Kiews am Sonntag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden. US-Außenminister Marco Rubio stellte eine erneute Teilnahme der USA in Aussicht.