Rekordschneefälle
Skifahren in Franken: Lifte öffnen seit Jahren erstmals
Aktualisiert am 31.01.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Lift in Wiesenttal liegt gerade einmal eine Autostunde von Nürnberg entfernt (Archivbild): Jetzt kann man dort wieder Skifahren. (Quelle: Daniel Löb/dpa/dpa-bilder)
Busse und Straßenbahnen sind ausgefallen, genau wie der Schulunterricht. Doch der viele Schnee hat auch seine schönen Seiten – hier kann man in Franken jetzt Skifahren.
Seit 2019 gab es im oberfränkischen Muggendorf keinen Betrieb mehr am Skilift. Und in Mittelfranken in Osternohe im Nürnberger Land auch nicht. Der Schnee fehlte – und wenn er denn mal da war, bremste die Pandemie den Skisport aus. Aber jetzt, Anfang 2026, laufen die Anlagen. Und so sind auch in der Fränkischen Schweiz Skiabfahrten möglich. Wenn auch natürlich nicht auf kilometerlangen Pisten und ohne Hightech. Es ist ein paar Nummern kleiner als im Alpenraum oder im Bayerischen Wald.
Markus Pöhlmann, Verantwortlicher für die Anlage in Wiesenttal (Landkreis Forchheim) schildert: „Wir hatten 2019 zuletzt Liftbetrieb.“ Nun sei aber endlich ausreichend Schnee gefallen. „Wir halten uns“, sagt er stolz. Weil der ehrenamtlich organisierte Verein sich engagiere, seien beispielsweise auch die Kosten für Wartung, Versicherung und TÜV-Abnahme zu stemmen. Er könne allerdings verstehen, wenn ein privater Liftbetreiber aus wirtschaftlichen Gründen aufgibt.
Seit 2019 stand auch der Lift Osternohe still. „Das war wirklich trostlos“, erinnert sich Geschäftsführer Werner Raum. Aktuell sehe es zwar besser aus – doch es sei unklar, wie es weitergehe mit dem Wetter. Für künstliche Beschneiung sei es aktuell nicht kalt genug. Die Talstation liege auf gerade einmal 430 Meter Höhe. Die Anlage wirbt mit dem Label „längste Liftanlage Mittelfrankens“.
Ein paar Öffnungstage haben die Verantwortlichen am Staffelberg im Landkreis Lichtenfels in den Vorjahren dem Winter schon abgetrotzt, wie Jürgen Paul von den Naturfreunden Bad Staffelstein sagt. Als Verein sei das stemmbar, allerdings müsse man immer schneller reagieren und habe kaum Vorlauf. Über Mails, soziale Netzwerke oder WhatsApp informiere man kurzfristig über die Öffnung des Lifts.
Und wer es etwas Gemütlicher mag und lieber auf Langlauf-Skiern unterwegs ist, hat in Nordbayern derzeit auch die Qual der Wahl: Die Städte Bayreuth und Pegnitz zum Beispiel haben Loipen gespurt, die Hotspots in Frankenwald und Fichtelgebirge sowieso. Loipen gibt es aber auch in vielen Orten der Fränkischen Schweiz, etwa Betzenstein, Pottenstein oder Gräfenberg.
