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Hamburg – Eine wilde Flucht durch die Stadt endet in einer Tragödie: Nach einer Verfolgungsjagd kracht ein BMW an der Außenalster frontal in einen Transporter. Der Beifahrer stirbt später im Krankenhaus. Retter kämpften noch Stunden während einer Notoperation um sein Leben, vergeblich. Warum der BMW-Fahrer plötzlich Gas gab, als er die Polizei sah, ist noch unklar.

Das Unglück begann am frühen Samstagmorgen am Doormannsweg. Hier wollte die Polizei ein Auto kontrollieren. Doch der Fahrer ignorierte die Anhaltesignale, wendete und gab Gas. Mit hoher Geschwindigkeit raste der BMW davon, quer durch die Hamburger Innenstadt. Während der Flucht fuhr der Wagen zeitweise auch in den Gegenverkehr.

Die Kreuzung Kennedybrücke/An der Alster in Hamburg blieb für Stunden gesperrt

Die Kreuzung Kennedybrücke/An der Alster in Hamburg blieb für Stunden gesperrt

Foto: Fabian Höfig/NEWS5/dpa

Beifahrer stirbt im Krankenhaus

In Hamburg an der Kennedybrücke, an der Kreuzung Holzdamm/An der Alster in St. Georg, kam es gegen 6.25 Uhr zu dem schweren Verkehrsunfall. Der BMW kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Transporter. Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn, mehrere Menschen wurden verletzt.

Die Polizei zog den Beifahrer aus dem völlig zerstörten Fahrzeug. Noch am Unfallort begann eine Reanimation. Zwei Stunden später bestätigte ein Polizeisprecher gegenüber BILD: „Der Beifahrer ist am Samstagvormittag im Krankenhaus gestorben.“ Der Mann war zuvor unter laufender Reanimation in eine Klinik gebracht worden. Dort erlag er wenig später seinen schweren Verletzungen.

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Der Fahrer des Fluchtwagens wurde direkt an der Unfallstelle festgenommen. Er soll bei dem Aufprall schwer verletzt worden sein. Der Fahrer des Transporters kam mit leichten Verletzungen davon. Warum der BMW-Fahrer vor der Polizei floh, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Die Unfallstelle bleibt noch für Stunden gesperrt. Stadteinwärts ist die Kennedybrücke komplett dicht. Ein Sachverständiger untersucht jetzt die Kreuzung, die Unfallfahrzeuge werden noch abtransportiert.