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Endlich wieder Heimspieltag: Trainer Till Heinrich und die HT-Frauen freuen sich auf eine volle Halle. © brouczek
Die Handballer von HT München empfangen den TSV Haunstetten. Zuvor spielen die Frauen gegen Vaterstetten. Beide Teams jagen wichtige Punkte.
Unterhaching/Taufkirchen – Es wurde mal wieder höchste Zeit für einen gemeinsamen Heimspieltag der Top-Teams von HT München. Zuletzt konnten die Fans beide Regionalliga-Mannschaften in einer Veranstaltung am 18. Oktober 2024 anfeuern. Am Samstag um 16 Uhr empfangen nun die Handballerinnen den TSV Vaterstetten in der Hachinga Halle, um 18 Uhr sind dann die Männer gegen den TSV Haunstetten dran.
„Endlich spielen wir mal wieder zuhause“, freut sich Männer-Coach Johannes „Danger“ Borschel, dessen Team seit dem 22. November vergangenen Jahres überhaupt keinen Heimauftritt mehr hatte. Allerdings hätte er sich eine etwas andere Ausgangslage gewünscht, denn nach zwei Niederlagen in Folge hat seine Mannschaft mit nun 19:7 Punkten den Kontakt zur Spitze, an der jetzt die SG Regensburg mit 23:3 Zählern thront, verloren. „Dadurch, dass Regensburg am Wochenende gegen Landshut gewonnen hat, ist das Ding vom Tisch“, glaubt Borschel, dass der Zug in Richtung Drittligaaufstieg erst einmal abgefahren ist. Das könnte allerdings auch Vorteile haben: „Der Druck ist auf jeden Fall weg. Das war vielleicht ein Faktor bei unserer Niederlage in Lohr, dass die Spieler nach der Niederlage davor in Regensburg dachten, sie müssen unbedingt Punkte holen.“
Doch es ist ja erst die Hälfte der Partien absolviert, und Borschel verspricht ungebrochene Motivation: „Trotzdem wollen wir die bestmögliche Platzierung holen.“ Zunächst gilt es aber erst einmal, eine ungewohnte Situation zu bewältigen. „Zwei schlechte Spiele hintereinander: Das hatten wir in dieser Saison noch gar nicht. Wir hoffen, dass wir wieder in die Spur finden. Ich bin da auch optimistisch. Es ist ja keine Frage des Potenzials. Das haben wir schon oft bewiesen.“ Gegen den Vorletzten Haunstetten ist HT jedenfalls klarer Favorit, doch Borschel warnt vor Leichtfertigkeit: „Von der Tabelle her müsste es klappen. Aber wir tun gut daran, dass wir auf uns selber schauen.“
Die HT-Frauen bekommen es nach drei Top-Gegnern mit einer Mannschaft aus dem vorderen Mittelfeld zu tun. Allerdings ließ Vaterstetten vor einer Woche mit einem überraschend deutlichen 27:18-Heimerfolg gegen den bis dahin viertplatzierten ESV 27 Regensburg II aufhorchen, schraubte sein Punktekonto wieder in den positiven Bereich, auf 15:13. Die Gastgeberinnen aus dem Hachinger Tal wittern aber ihre Chance. Auch wenn sein Team gegen das der Konkurrenz enteilte Spitzenduo aus Ebersberg und Schwabmünchen ebenso leer ausging wie jüngst gegen den neuen Tabellenvierten SG FC Mintraching/TSV Neutraubling, sieht Till Heinrich einen eindeutigen Aufwärtstrend. „Trotz der Niederlage zeigte die Mannschaft nach dem deutlichen Rückstand Moral, Zusammenhalt und Charakter“, verweist der HT-Coach auf die tolle Einstellung beim 23:30 gegen Mintraching. „Darauf wollen wir aufbauen und vor allem an die defensive Stabilität und die kämpferische Leistung aus der zweiten Halbzeit anknüpfen.“
Auch die Erinnerung ans 23:27 im Vorrundenduell gegen Vaterstetten, das lange auf der Kippe stand, stimmt Heinrich zuversichtlich: „Nach diesem ordentlichen Hinspiel rechnen wir uns zuhause durchaus etwas aus.“ Mit Hilfe der Fans streben die auf Rang zehn liegenden HT-Frauen die ersten Punkte im Jahr 2026 an, die einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten könnten.