Dresden. Die Stimmung bei Dynamo Dresden könnte vor dem Aufsteiger-Duell gegen Arminia Bielefeld am Sonntag kaum besser sein. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge könnten die Schwarz-Gelben mit einem weiteren Erfolg in der Tabelle an den Ostwestfalen vorbeiziehen und erstmals seit Ende November auf einen Nicht-Abstiegsplatz springen.

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Verantwortlich für die Trendwende sind unter anderem die Verstärkungen in der Winterpause. Sechs Neuzugänge hat die SGD in dieser Transferperiode bereits verpflichtet. Erst vor einer Woche wurde Angreifer Ben Bobzien von Bundesligist Mainz 05 ausgeliehen. Mindestens ein weiterer Neuzugang soll noch kommen. Unter anderem ist Dynamo weiterhin an Magdeburgs Innenverteidiger Andi Hoti interessiert.

Dynamo will weiterhin Andi Hoti holen

Der 22-Jährige war bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison an Dynamo ausgeliehen und darf in Magdeburg nicht mehr mit den Profis trainieren. „Wir machen kein Geheimnis daraus, dass wir uns bereits im Sommer mit Andi beschäftigt hatten und es jetzt wieder tun“, bestätigte vor einer Woche Sportchef Sören Gonther das Dresdner Interesse. „Anfang Januar gab es ein Angebot von uns, nun liegt der Ball auf Magdeburger Seite.“

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Magdeburgs Verteidiger Andi Hoti steht bei Dynamo weiterhin auf der Wunschliste.

Doch seither hat sich nichts getan. Die Transferperiode endet am 2. Februar. Spätestens bis dahin soll der kosovarische Nationalspieler wieder in Dresden sein. „Es kann bis Montag etwas passieren, muss es aber nicht“, sagt Trainer Thomas Stamm – ohne konkrete Namen zu nennen – und betont: „Ich bin grundsätzlich im Bilde und täglich mehrfach im Austausch mit Sören. Es ist alles sehr gut vorbereitet, was vorbereitet sein kann. Ich habe nicht das Gefühl, dass es hektisch wird.“

Es ist alles sehr gut vorbereitet.

Thomas Stamm

Dynamo-Trainer über mögliche Transferaktivitäten

Bewegung könnte vor allem noch auf der Abgängsseite hineinkommen. Bisher hat nur Aljaz Casar, der zum MSV Duisburg wechselte, den Verein im Winter verlassen. Mit 31 Spielern ist der Kader noch immer sehr groß. Weitere Wechselkandidaten gibt es deshalb sehr wohl, doch die fanden bisher offenbar keinen neuen Verein. Oder es scheiterte an der Ablösesumme, die Dynamo fordert.

Oehmichen-Wechsel nach Aue platzte

Dominik Kother hat seinen Wechselwunsch bereits Anfang des Jahres angemeldet. Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager wurde er deshalb in die U23 geschickt. Am Mittwoch kam der 25-Jährige bei der 3:4-Niederlage im Testspiel der zweiten Mannschaft gegen Budissa Bautzen zum Einsatz. Über eine Vertragsauflösung konnten sich beide Seiten noch nicht einigen. Zuletzt wurde Kother mit einem Wechsel zu Rapid Wien oder zu seinem Ex-Klub Jahn Regensburg in Verbindung gebracht.

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Dominik Kother kam am Mittwoch bei der 3:4-Niederlage im Testspiel der zweiten Mannschaft gegen Budissa Bautzen zum Einsatz.

„Es gibt immer zwei Seiten“, sagt Stamm und bringt das Problem damit auf den Punkt – ohne explizit einen Namen zu nennen. „Der Spieler muss sich verändern wollen. Wenn sich der Spieler verändern möchte, muss es dann aber auch für den Verein passen. Es ist wichtig, im Austausch zu sein.“ Das dürfte womöglich auch für Jonas Oehmichen gelten.

Der 21-Jährige sollte auf Leihbasis zu Erzgebirge Aue in die 3. Liga wechseln. Doch der Transfer platzte, was womöglich an der Fan-Feindschaft zwischen beiden Vereinen gelegen haben könnte. „Wenn jemand kommen sollte, der reden möchte, wären wir bei dem einen oder anderen sicher gesprächsbereit“, erklärte zuletzt Gonther nach dem Spiel gegen Magdeburg.

Dynamo-Sportchef Gonther droht der Mannschaft

Das könnte auf Claudio Kammerknecht zutreffen. Der Innenverteidiger stand in den beiden Rückrunden-Partien zweimal nicht im Kader. Der 26-Jährige dürfte über einen Wechsel nachdenken. Zuletzt wurde er mit Drittligist Energie Cottbus in Verbindung gebracht. Weitere Wechsel-Kandidaten sind die zuletzt kaum noch berücksichtigten Lukas Boeder, Lars Bünning, Tony Menzel, Sascha Risch, Vinko Sapina, Jan-Hendrik Marx und Jakob Zickler.

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„Es ist wichtig, dass meine Person und Sören im Austausch sind mit den jeweiligen Spielern“, erklärt Stamm. „Wir haben sehr klar kommuniziert, wo wir sie sportlich sehen. Bis Montagabend wissen wir, was noch passieren wird.“ Sollte es keine weiteren Abgänge mehr geben, könnte der Riesenkader zum Problem in der Rückrunde werden.

„Es hilft natürlich, wenn du eher einen kompakteren Kader hast, als wenn du zu viele Spieler hast, die auf Dauer unzufrieden sind“, meint Stamm. Damit die gute Stimmung bei Dynamo aber nicht gibt, stellte Sportchef Gonther bereits klar: „Wenn jemand anfängt zu stänkern, bekommt er Ärger. Doch es stänkert niemand, jeder ordnet sich unter.“

SZ