Der Stadtrat hat sich mehrheitlich weiter zur Bundesgartenschau in Dresden bekannt, auch wenn die 2033 in abgespeckter Version stattfinden soll. Aufgrund der angespannten Haushaltssituation mussten die Kosten auf 120 Mio. Euro nahezu halbiert werden. Heißt: Die Buga finden nur noch im Süden der Stadt statt. Die Kernareale sind der Südpark, der Kiessee Leuben und die Galopprennbahn.
Die Projekte in der Neustadt – im Areal zwischen St-Pauli-Friedhof der Deponie Proschhübel und Hechtpark – fallen den gekürzten Kosten zum Opfer. Der Stadtrat war sich dennoch mehrheitlich einig, dass die Großveranstaltung eine große Chance für die Stadt ist. OB Dirk Hilbert erklärte: „Es wird uns ermöglichen, nicht alles zu realisieren, was wir uns wünschen in der Stadtentwicklung. Aber es wird uns einiges ermöglichen, was wir teilweise seit Jahrzehnten auf die Agenda genommen haben.“ Er denke da an den Kiessee Leuben oder auch den Südpark, für den es bereits einen Bebauungsplan gibt. Und auch die Galopprennbahn soll breiter als nur den Pferdesport genutzt werden können.
Illegal im Kiessee
Auch Stadtrat Holger Zastrow stimmte zu und erklärte, dass damit zukünftige Generationen nicht mehr illegal im Kiessee Leuben baden müssten, wie er es in seiner Jugend getan hätte. Die Wasserski-Anlage bekäme durch die Buga-Mittel ebenfalls eine Zukunft – „das kann ich nicht falsch finden“, so Zastrow. Auch die Aufwertung des Trümmerberges wäre ein Gewinn für das benachbarte Plattenbaugebiet.
Die Stadträte entschieden sich gegen ein zusätzliches Park & Ride Konzept, das SPD und Grüne gefordert hatten. Die Hälfte der Gesamtkosten (120 Mio. Euro) muss die Stadt selbst tragen, die andere Hälfte soll beim Freistaat und über Fördermittel eingeworben werden.