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Berlin – Bagger, Schippen und Eimer lagen bisher für alle Kinder schön zum Buddeln in einem Sandkasten eines Spielplatzes in Berlin-Friedenau bereit. Doch damit ist jetzt Schluss! Der TÜV sieht darin ein „Unfallrisiko“ – und das Bezirksamt verbannt deshalb kurzerhand das Spielzeug.

Ein Schild am Eingang zum Spielplatz in den Ceciliengärten warnt neuerdings: „Der TÜV hat uns darauf hingewiesen, dass zurückgelassenes Spielzeug im Sandkasten ein Unfallrisiko darstellt. Aus diesem Grund wird liegengelassenes Spielzeug ab sofort bei der Spielplatzreinigung eingesammelt.“ Eine Rückgabe sei nicht möglich, weil die Besitzer nicht ermittelt werden können. Deshalb sollen Eltern und Kinder ihr Spielzeug nach dem Buddeln nicht vergessen – oder gar für spontane Besuche für die Gemeinschaft extra liegen lassen!

Dieses Schild hängt jetzt am Eingang des Spielplatzes

Dieses Schild hängt jetzt am Eingang des Spielplatzes

Foto: Sven Meissner

Sorge vor Haftung bei Unfällen

Welches Unfallrisiko? BILD fragt beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nach. Das schreibt: „Das Bezirksamt bedauert diese Regelung, die sich aus den Anforderungen des TÜVs ergeben haben. […] Das Unfallrisiko besteht nach Angaben des TÜV-Berichts in Stolper- und Sturzgefahr.“ Im Falle eines Unfalls würde das Bezirksamt haften. Deshalb sei man jetzt zu dieser Maßnahme gezwungen.

Spielzeuge wie dieses Mini-Mouse-Rutschauto sammelt der Bezirk künftig ein und entsorgt sie

Spielzeug wie dieses Mini-Mouse-Rutschauto sammelt der Bezirk künftig ein und entsorgt es

Foto: Sven Meissner

Bezirksamt sucht Lösung

Das Bezirksamt arbeitet aktuell an einer Lösung: „Idealerweise könnte in Zusammenarbeit mit einer Kita oder Eltern die Aufstellung einer Spielzeugkiste ermöglicht werden. Das Bezirksamt würde sich sehr freuen, wenn eine solche Lösung zustande käme.“