Stand: 31.01.2026 18:43 Uhr
Aufgrund einer pro-kurdischen Versammlung kann es bis in den Abend in der Innenstadt von Hannover zu Verkehrsbehinderungen kommen. Tausende Menschen sind gekommen. Andere Demos sind bereits zu Ende gegangen.
Bei der pro-kurdischen Demo zählte die Polizei am frühen Abend rund 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie ziehen mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Enden soll die Versammlung um 19.30 Uhr. Bereits zur Auftaktkundgebung auf dem Opernplatz um 15 Uhr waren etwa 3.500 Teilnehmende vor Ort gewesen, wie ein Polizeisprecher sagte. Aufgerufen zu der Demonstration hat der kurdische Verein „NAV-DEM Hannover“. Bisher verlaufe alles weitgehend friedlich, so die Polizei. Es gebe keine größeren Zwischenfälle. Vereinzelt sei es aber zum Einsatz von Pyrotechnik aus dem Demonstrationszug gekommen. Hintergrund der Demo sind dem kurdischen Verein zufolge die jüngsten gewalttätigen Auseinandersetzungen im überwiegend von Kurden bewohnten Ort Kobane in Syrien.
Staus und Sperrungen auf dem Cityring Hannover
Die Polizei warnt wegen des Demonstrationszugs vor Verkehrsbehinderungen vor allem auf dem Cityring. Dort sei zeitweise mit Sperrungen und Staus zu rechnen, hieß es vorab. Autofahrerinnen und -fahrer sollten nach Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen, empfiehlt die Polizei.
Autokorso protestiert gegen die Gewalt im Iran

Mehrere Dutzend Fahrzeuge haben am Freitag an einem Autokorso gegen Gewalt im Iran teilgenommen.
Zudem waren laut Polizei weitere Demonstrationen in der Stadt angemeldet. Eine Fahrradgedenkfahrt hat an Radfahrer erinnert, die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Am Mittag fand ein erneuter Protest gegen die aktuellen Ereignisse im Iran statt. Laut Polizei nahmen mehr als 1.000 Personen daran teil. Am Freitagabend war ein Autokorso mit rund 90 Fahrzeugen durch die Innenstadt gefahren, um auf die Gewalt der iranischen Regierung gegen Demonstranten aufmerksam zu machen. Nach Angaben der Polizei zeigten die Teilnehmer „Peace“-Zeichen und schwenkten Flaggen.

Der Landtag verlangt mehr Härte gegen die Regierung in Iran. Auch die Behandlung von „Todesrichtern“ in Deutschland war Thema.

Umfassendes Abkommen
Nach wochenlangen Kämpfen haben Regierung und Kurden in Syrien ein umfassendes Waffenstillstandsabkommen erzielt. Bisher strittige Punkte wie etwa die Integration der kurdischen Streitkräfte seien beseitigt worden, hieß es. Von Moritz Behrendt.

Seit Tagen demonstrieren Kurden, um auf die Lage in Syrien aufmerksam zu machen. Dabei gab es auch Ausschreitungen.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.01.2026 | 9:00 Uhr und NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 31.01.2026 | 18:00 Uhr
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