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München – Ein Stück Münchner Hotelgeschichte wechselt den Besitzer. Das Luxus-Hotel Excelsior in der Schützenstraße ist verkauft. Nach 90 Jahren im Familienbesitz trennen sich die Geisel Privathotels von dem Vier-Sterne-Haus. Neuer Eigentümer ist ein amerikanischer Vermögensverwalter.
Seit 1936 gehörte das Traditionshotel zur Geisel-Familie. 114 Zimmer und Suiten im bayerischen Landhausstil, fünf Tagungsräume und das Restaurant Vinothek machten das Haus zu einer festen Adresse in München. Mit dem Verkauf gibt die Familie ihre letzte Hotel-Immobilie ab.
Ein Unternehmenssprecher zu BILD: „Die Entscheidung fiel allen sehr schwer. Das Hotel Excelsior war seit 1936 ein Aushängeschild der Geisel Privathotels und ein Teil der tiefen Verwurzelung der Familie Geisel in München.“
Verkauft für 60 Millionen Euro
Seit Mai 2025 hatten Carl, Stephan und Michael Geisel einen Käufer gesucht, berichtete die „Abendzeitung“. Zugeschlagen hat nun der US-Riese BlackRock. Dabei handelt es sich um den weltweit größten Vermögensverwalter aus New York. Das Unternehmen betreut viele Billionen Euro für Kunden. Der Ankauf des Hotels erfolgt in diesem Fall über den von BlackRock verwalteten „Value Add Strategie“, einen nicht börsennotierten Investmentfonds. Über den Kaufpreis schweigen beide Seiten. Laut dem Nachrichtendienst Green Street News soll er bei rund 60 Millionen Euro liegen.

Das Hotel Excelsior ist im bayerischen Landhausstil eingerichtet
Foto: seasons.agency
Was mit den Mitarbeitern passiert
Der Hotel-Sprecher zu BILD: „Bestandteil der Vereinbarung ist, dass alle derzeit rund 100 Mitarbeitenden übernommen werden, sofern sie dies wünschen.“ Auch der Weiterbetrieb des Hotels sei vertraglich vereinbart.

Das Restaurant Vinothek soll weiterbetrieben werden
Foto: Stephan Rumpf/SZ Photo/picture alliance/dpa

Die Verkäufer und jetzt Ex-Hoteliers: Carl, Stephan und Michael Geisel (v. l.)
Foto: Lindenthaler/imago
Um das alte Haus hatte es Gerüchte gegeben, sogar ein Abriss soll demnach angeblich in Betracht gezogen worden sein. Allerdings ist nach BILD-Informationen ein Abbruch des Hauses auf dem Gelände nicht geplant. Auch das Restaurant Vinothek soll unverändert weiterlaufen.
Björn Rasche, BlackRock-Leiter Immobilien Deutschland: „Als eines der beliebtesten Reiseziele Deutschlands ist die Nachfrage nach hochwertigen Hotels in der Stadt äußerst hoch. Zugleich sind entsprechende Objekte nur selten verfügbar.“