
Die Kosten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit steigen innerhalb von zwei Jahren um 60 %. Foto: Neue Gladbecker Zeitung
Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Gladbeck verschlingt 842.000 Euro
Gladbeck – 31.01.2026 – Kostenexplosion – Gladbecks Bürgermeisterin Bettina Weist ist allzeit präsent. Besonders im Kommunalwahlkampf, bei dem ihre Wiederwahl anstand, war sie nicht zu übersehen.
Nur selten trat sie in den Social Media Kanälen ihrer Partei auf. Die SPD Gladbeck hatte sich ganz auf die professionelle Kampagnenkompetenz der Stadtverwaltung Gladbeck verlassen.
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Das klappte, wie man weiß – Bettina Weist wurde wiedergewählt. Ihr Wahlerfolg hat aber einen Preis! Hatte die Stadt in 2024 für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Stadtmarketing noch 518.000 Euro ausgegeben, waren es im Wahljahr 2025 schon 695.000 und für 2026 sind im Haushaltsplan gar 842.000 Euro veranschlagt. Das macht innerhalb von nur zwei Jahren eine Steigerung von 324.000 Euro. Auf der Basis von 518.000 Euro ist das eine Mehrausgabe von rund 60 %.
Gute Politik für Gladbeck müsste eigentlich sichtbar sein, auch ohne Zuhilfenahme von Agenturdienstleistungen. Im städtischen Haushalt sind solche Kosten in Sammelpositionen versteckt. Eine grandiose Intransparenz! Haushaltsklarheit, ein grundsätzlicher Anspruch an jeden Haushalt, sieht völlig anders aus.
In Gladbeck „brennt“ es an allen Ecken. Eine 60%-Steigerung der Ausgaben für die Sanierung der löcherigen Straßen, ist im Haushalt leider nicht zu entdecken. Das wäre dann ein Beispiel für sichtbare Politik, die keiner Social-Media-Kampagne bedarf.