1. Startseite
  2. Deutschland

DruckenTeilen

In Hamburg stürzen zwei Menschen vor eine U-Bahn. Die Polizei vermutet ein Tötungsdelikt. Nun ereignete sich an dem Bahnsteig ein Diebstahl der niedergelegten Blumen.

Update vom 31. Januar, 13:05 Uhr: Nach dem Verbrechen in einer Hamburger U-Bahnstation haben zwei Unbekannte die niedergelegten Blumen gestohlen, die an das Geschehen erinnern sollten. Laut einer Sprecherin der Hochbahn entwendeten sie in der Nacht zum Samstag die Blumen an einem eigens eingerichteten Trauerort. Die Leitstelle forderte per Durchsage auf, das Stehlen zu unterlassen – doch die Täter ignorierten dies.

Am Donnerstag war es an der Station Wandsbek Markt zu dem Tod einer 18 Jahre alten Frau und eines 25 Jahre alten Mannes gekommen. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen hätten sich beide unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig der Station Wandsbek Markt aufgehalten. Dann habe der Mann die Frau gegriffen und sich mit ihr vor die einfahrende U-Bahn gestürzt. 

Die 18 Jahre alte Frau, die die iranische Staatsbürgerschaft hat, und der Mann aus dem Südsudan kannten sich ersten Erkenntnissen zufolge nicht, wie die Polizei mitteilte. Die Mordkommission ermittelt in alle Richtungen. Videoaufnahmen und Zeugenaussagen sollen weiter ausgewertet werden, hieß es. Laut Staatsanwaltschaft war der 25-Jährige bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. Mehr könne sie dazu derzeit nicht sagen, fügte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft hinzu.

Update vom 30. Januar, 20:40 Uhr: Weiterhin sind einige Fragen zum tragischen Tod zweier Menschen in einer Hamburger U-Bahnstation offen. Ein 25 Jahre alter Mann ist in Wandsbek vor eine einfahrende U-Bahn gesprungen und hat eine junge Frau mit sich in den Tod gerissen. Die 18 Jahre alte Frau, die die iranische Staatsbürgerschaft hat, und der Mann aus dem Südsudan kannten sich ersten Erkenntnissen zufolge nicht, wie die Polizei mitteilte. 

Mordkommission ermittelt zu Toten in Hamburger U-Bahnstation Der 25-jährige Mann, der am Donnerstagabend in einer Hamburger U-Bahnstation eine Frau mit in den Tod riss, soll bereits zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten sein. © Daniel Bockwoldt/dpa

Was bisher bekannt ist: Laut Staatsanwaltschaft war der 25-Jährige bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten. Mehr könne sie dazu derzeit nicht sagen, fügte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft hinzu. Der Mann habe gegen 22.00 Uhr abseits von der 18-Jährigen auf dem Bahnsteig gestanden. Kurz darauf sei er unvermittelt auf die Frau zugegangen, habe sie ergriffen und sie mit ins Gleisbett gezerrt. Warum er das tat, sei unklar.

Die Mordkommission ermittelt wegen des Verdachtes eines Tötungsdeliktes. Videoaufnahmen und Zeugenaussagen sollen weiter ausgewertet werden.

Update vom 30. Januar, 15:22 Uhr: Nun ist die Staatsbürgerschaft der 18-jährigen Frau bekannt, die mutmaßlich von einem 25-Jährigen ins Gleisbett in der U-Bahnstation Wandsbek-Markt gezerrt worden sein soll. Die Frau habe eine iranische Staatsbürgerschaft, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa sagte. Bei dem Mann handele es sich um einen Südsudanesen. Beide sollen sich wohl nicht gekannt haben. Aufgrund des Verdachts eines Tötungsdelikts ermittelt die Mordkommission.

Einsatzkräfte der Polizei arbeiten am U-Bahnhof Wandsbek Markt. Nachdem in Hamburg zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn überrollt worden und gestorben sind, ermittelt die Mordkommission. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei.Einsatzkräfte der Polizei arbeiten am U-Bahnhof Wandsbek Markt. Nachdem in Hamburg zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn überrollt worden und gestorben sind, ermittelt die Mordkommission. Es bestehe der Verdacht eines Tötungsdeliktes, sagte ein Sprecher der Polizei. © Fabian Höfig/dpa

Update vom 30. Januar, 14:05 Uhr: Es gibt neue Details zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt in Hamburg. Bei den Toten in der U-Bahnstation Wandsbek-Markt soll es sich um eine 18 Jahre alte Frau und einen 25 Jahre alten Mann handeln. Das teilte die Polizei mit. Der Mann soll zunächst abseits der jungen Frau gestanden und sie dann mit ins Gleisbett vor die einfahrende U-Bahn gezerrrt haben. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich die beiden nicht. Bei dem Mann handele es sich um einen Südsudanesen. Die Nationalität der Frau ist bislang nicht bekannt.

Update vom 30. Januar, 11:55 Uhr: Nach dem Tod von zwei Menschen auf den Gleisen der U-Bahnstation Wandsbek-Markt in Hamburg ermittelt die Mordkommission. Noch ist unklar, ob die beiden Opfer weiblich und/oder männlich sind. „Das können wir so noch nicht sagen“, hieß es seitens der Polizei. Die Identifizierung steht noch aus.

Ob es eine Vorbeziehung der beiden gab, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Weitere Details sollen am Nachmittag bekanntgegeben werden. Zudem sollen Videoaufnahmen ausgewertet und Zeugen befragt werden. Inzwischen weisen keine Spuren mehr an der U-Bahnhaltestelle darauf hin, dass in der Nacht zwei Menschen starben. Blumen oder Kerzen lagen zunächst nicht am Bahnsteig oder im Bahnhof. 

Zwei Menschen sterben auf U-Bahngleisen in Hamburg: Polizei vermutet Tötungsdelikt

Erstmeldung vom 30. Januar: Der Verdacht auf ein Tötungsdelikt erschüttert Hamburg nach einem tragischen Vorfall in der U-Bahn. Am Donnerstagabend gegen 22.00 Uhr wurden an der Haltestelle Wandsbek-Markt zwei Menschen von einer einfahrenden U-Bahn erfasst und getötet.

Die Hamburger Polizei teilte am Freitag mit, dass nach ersten Erkenntnissen beide Personen zunächst unabhängig voneinander am Bordstein gestanden hätten. Beim Einfahren des Zuges habe dann eine Person die andere gepackt und sei mit ihr gemeinsam auf die Gleise gestürzt.

U-Bahn-Vorfall erschüttert Hamburg: Mann packt Frau und stürzt auf Gleise – beide tot

Die Identität der beiden Todesopfer konnte bislang nicht geklärt werden. In einem Interview mit der Agentur NonstopNews, zeigte sich ein Zeuge erschüttert. Er zitierte Menschen, die noch näher standen. Demanch soll der der Mann alkoholisiert gewesen sein. Er sei auf die Frau zugetorkelt und habe gesagt: „Ich nehme dich mit.“ Dann sei er gemeinsam mit ihr aufs Gleis gesprungen. Die Frau soll noch „sehr jung“ gewesen sein. Auch unser Partnerportal Kreiszeitung.de berichtet darüber.

Diejenigen, die das Geschehen miterleben mussten, erhielten noch vor Ort seelsorgerische Betreuung. Aufgrund des Verdachts auf ein Tötungsdelikt hat die Mordkommission LKA 41 die Ermittlungen übernommen. Der Hintergrund des Vorfalls bleibt vorerst unklar. Auch in München sorgte ein U-Bahn-Unglück im vergangenen Jahr für Rätsel.

U-Bahnlinie U1 zwischen den Stationen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt bis zum Betriebsende eingestellt

Nach dem tödlichen Vorfall waren viele Rettungskräfte und Polizeibeamte in und vor der Station unterwegs. Polizisten sicherten die Eingänge ab, damit niemand Unbefugtes die Station betreten konnte. Die beiden Toten wurden in der Nacht in Holzsärgen über die Rolltreppen aus der U-Bahn gebracht.

Der tödliche Zwischenfall hatte auch erhebliche Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg. Die Hamburger Hochbahn AG informierte über den Onlinedienst X, dass der Betrieb der U-Bahnlinie U1 zwischen den Stationen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt bis zum Betriebsende eingestellt werden musste. Für betroffene Fahrgäste wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Das Verkehrsunternehmen ging davon aus, dass der reguläre U-Bahnbetrieb am Freitag wieder aufgenommen werden könne. (Afp, dpa, mke)

Transparenzhinweise