US-Präsident Donald Trump erwartet, dass sich Kuba in den angespannten Beziehungen und vor dem Hintergrund seiner schlechten wirtschaftlichen Lage um Deeskalation mit den Vereinigten Staaten bemühen wird. Es müsse nicht zu einer humanitären Krise kommen, sagte Trump.

Wahrscheinlich werde Kuba auf die USA zukommen und sich um eine Einigung bemühen. „Ich glaube, wir werden mit Kuba einen Deal aushandeln.“ Die Situation für Kuba sei wirklich schlecht, sagte Trump. „Sie haben kein Geld. Sie haben kein Öl.“ Weiter sagte der US-Präsident, man beginne, mit Kuba zu reden. Details nannte er nicht.

Die USA hatten zuletzt den Druck auf den sozialistischen Karibikstaat
massiv erhöht. Trump drohte Öllieferanten Kubas mit Zöllen, um
die Energieversorgung des Karibikstaats zu schwächen. Die Zusatzzölle können
auf Waren erhoben werden, die aus Ländern in die Vereinigten Staaten
importiert werden, von denen Kuba sein Öl
bezieht. 

Kuba kritisiert „Eskalation der USA gegen Kuba“

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez sprach von einer neuen „Eskalation der USA gegen Kuba“. Zuvor hatte Mexiko vor einer humanitären Krise großen Ausmaßes auf der Karibikinsel gewarnt.

Die seit Jahrzehnten angespannten Beziehungen zwischen Kuba und den USA haben sich seit Trumps Amtsantritt vor einem Jahr nochmals deutlich
verschlechtert. Trump wirft der Regierung der Karibikinsel vor, den USA zu
schaden. Mit einem Stopp der Öllieferungen
aus dem Ausland könnten die USA die ohnehin schon
angeschlagene kubanische Wirtschaft zusammenbrechen lassen.

Auf Kuba kommt es wegen des maroden Zustands des Stromnetzes und
des Erdölmangels immer wieder zu Blackouts. Oft fällt für zwölf oder mehr Stunden
am Tag der Strom aus. Die Karibikinsel steckt aktuell in einer ihrer schwersten
Wirtschaftskrisen seit dem Sieg der Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959.

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