
So sehen sie aus, die komfortableren Regiolis-Züge.Bild: dpa / Harald Tittel
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Volle Züge, lange Wege, viel Stress: Für Pendler:innen zwischen Baden und dem Elsass gibt es bald Licht am Ende des Tunnels. Ab Mai sollen neue, komfortablere Züge auf besonders stark genutzten Grenzstrecken fahren.
01.02.2026, 13:3501.02.2026, 13:35

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Pendlerverkehr kann zermürbend sein. Züge sind mitunter brechend voll, unbequem, und die Fahrgäste entsprechend gestresst. Für Pendler:innen zwischen Baden und dem Elsass gibt es aber zumindest etwas Entlastung. Ab Mai können sie auf komfortablere, neue Züge hoffen.
Nachdem nun auch die Zulassung für Deutschland vorliegt, sollen die neu beschafften französischen Züge ab Mai auf den Strecken Offenburg–Kehl–Straßburg und Müllheim–Neuenburg–Mulhouse fahren, teilte die französische Région Grand Est mit.
Neue Züge auf so einigen Strecken unterwegs
Dies seien die Grenzstrecken mit dem meisten Verkehr, auf denen die neuen Züge am dringendsten benötigt werden. Die übrigen neuen „Regiolis“-Züge werden dann bis Dezember 2026 nach und nach auf den anderen Strecken zwischen Ostfrankreich sowie Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland den Verkehr übernehmen, sagte der Vizepräsident der Région Grand Est, Thibaud Philipps.
Dabei handelt es sich um die Strecken Straßburg-Karlsruhe, Straßburg-Saarbrücken, Straßburg-Wissembourg-Neustadt/Weinstraße, Metz-Trier und Metz-Saarbrücken. Ab Ende 2027 sollen die Grenzstrecken alle in einem verbesserten festen Takt bedient werden. Dies hilft Menschen, die etwa für Arbeit oder Studium täglich ins Nachbarland pendeln.
Auf zwei Mini-Abschnitten ist es sogar möglich, via Deutschlandticket zu fahren. Von Berg (Pfalz) nach Wissembourg und von Schweighofen nach Wissembourg. Für alle, die das Deutschlandticket besitzen, kommt es hier zu einer kostengünstigen Angelegenheit.
Verzögerungen in Deutschland
Die für 388 Millionen Euro beschafften 30 neuen Züge sind in Frankreich, das die Kosten größtenteils trägt, bereits im Einsatz. Welches Bahnunternehmen diese Züge künftig fahren wird, wird im Moment noch in einer Ausschreibung bestimmt. Da die Züge bereits eine Zulassung haben, könnte es künftig aber noch mehr Möglichkeiten geben.
Die Züge des Herstellers Alstom funktionieren mit den unterschiedlichen Bahn-Stromnetzen der beiden Länder und verfügen auch über einen Dieselantrieb. Eigentlich hätten die modernen Züge längst fahren sollen, zusätzliche Bremsversuche in Deutschland verzögerten aber den Zulassungsprozess.
(Mit Material von afp)