Warnstreik am Montag

Wie viel Straßen- und U-Bahnfahrer in Frankfurt verdienen

01.02.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Straßenbahn fährt durch Frankfurt (Archivbild): Der Verkehr blieb infolge des Unfalls stadtauswärts für Stunden voll gesperrt.Vergrößern des Bildes

Eine Straßenbahn fährt durch Frankfurt (Archivbild): Aktuell gibt es erneut einen Tarifstreit im Nahverkehr. (Quelle: IMAGO / Panthermedia)

Am Montag gehen Straßen- und U-Bahnfahrer in den Warnstreik. Dabei kämpfen sie für bessere Arbeitsbedingungen. Doch was verdient ein Fahrer in Frankfurt?

In Frankfurt kommt es am Montag zu deutlichen Einschränkungen bei Straßen- und U-Bahnen. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe dazu aufgerufen, mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niederzulegen. Betroffen sind neben Frankfurt auch Kassel, Wiesbaden, Gießen und Marburg.

Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr führt Verdi bundesweit parallel. In Hessen geht es dabei diesmal nicht um höhere Gehälter, sondern um die Arbeitsbedingungen im Manteltarifvertrag. Dennoch stellt sich für viele Fahrgäste die Frage: Wie viel verdienen Straßen- und U-Bahnfahrer in Frankfurt?

In einer aktuellen Stellenausschreibung wirbt die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) gezielt um Quereinsteiger für den Fahrdienst. Voraussetzung ist eine rund dreimonatige Ausbildung. Während dieser Zeit zahlt das Unternehmen nach eigenen Angaben 3.403,64 Euro brutto im Monat. Nach bestandener Ausbildung steigt das monatliche Bruttogehalt auf 3.554,94 Euro.

Hinzu kommen Schichtzuschläge, etwa für Nacht- oder Sonntagsarbeit. Außerdem sieht der Tarifvertrag eine Jahressonderzahlung vor: Sie beträgt 90 Prozent eines Monatsgehalts und wird in der Regel im November ausgezahlt.

Grundlage für die Bezahlung ist in Frankfurt der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N Hessen). In der ersten Stufe liegen die Tabellengehälter für Straßen- und U-Bahnfahrer je nach Entgeltgruppe zwischen rund 3.120 Euro und rund 3.470 Euro brutto im Monat. Mit zunehmender Berufserfahrung steigen die Gehälter stufenweise weiter – in der Regel nach etwa 3, 6, 9, 12 und 15 Jahren. Zum 1. Mai 2026 sind laut Tarifvertrag erneut höhere Tabellenwerte vorgesehen.

In Frankfurt kommt zusätzlich eine Ballungsraumzulage von 40 Cent pro Arbeitsstunde hinzu. Das entspricht bei Vollzeit rund 66 Euro im Monat.

In Frankfurt fallen U- und Straßenbahnen unter den Tarifvertrag Nahverkehr und sind damit vom Warnstreik betroffen. Nicht bestreikt werden dürfen hingegen die S-Bahnen der Deutschen Bahn sowie privatrechtlich betriebene Buslinien.

Die zweite Verhandlungsrunde in Hessen ist am Donnerstag ohne Ergebnis geblieben, obwohl die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt hatten. Verdi fordert unter anderem höhere Schichtzuschläge, neue Eingruppierungen, eine Ballungsraumzulage sowie einen zusätzlichen Urlaubstag. Zudem sollen die Arbeitgeber Bereitschaft zeigen, über einen weiteren freien Tag speziell für Gewerkschaftsmitglieder zu verhandeln.