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Während US-Präsident Trump (79) dem russischen Kreml-Despoten Wladimir Putin (73) eine zweitägige Waffenruhe für Kiew bis zum 1. Februar abgerungen hat, gingen die russischen Angriffe am Sonntag dafür umso massiver weiter. In der südukrainischen Stadt Saporischschja (am Sonntag minus 13 Grad in der Nacht) griff die russische Armee am Sonntagmorgen eine Geburtsklinik an. Vier Frauen und ein Kind (4) wurden verletzt. Insgesamt wurden bei dem Angriff auf Saporischschja mindestens neun Menschen verletzt.

Ein völlig zerstörtes Zimmer in der Geburtsklinik in Saporischschja nach dem russischen Angriff
Foto: Kateryna Klochko/AP/dpa
Nahe der Großstadt Pawlohrad im Zentrum der Ukraine wurde zudem ein Linienbus angegriffen. In der Stadt Terniwka waren Bergleute auf dem Nachhauseweg von ihrer Schicht, als der Bus attackiert wurde. 15 Menschen starben. Sieben weitere Personen wurden verletzt. Erneut zeigt Moskau, dass das Leben von ukrainischen Zivilisten im Kreml nicht nur bedeutungslos, sondern sogar das Hauptziel der russischen Angriffe ist.

Bergleute waren auf dem Nachhauseweg von ihrer Schicht, als die russische Armee ihren Bus angriff
Foto: Staatlicher Katastrophenschutz Ukraine
Auch in Dnipro (Zentralukraine) fielen russische Drohnen, zwei Menschen starben. Durch die Angriffe seien ein Gebäude in Brand geraten sowie zwei weitere Wohnhäuser und ein Auto beschädigt worden, teilte die örtliche Militärverwaltung mit. Insgesamt wurden in der Nacht zu Sonntag 90 russische Kampfdrohnen auf die Ukraine geschossen, wie die ukrainische Luftwaffe in einem Telegram-Beitrag bekannt gab.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, die russischen Angriffe hätten nichts mehr mit einer „militärischen Auseinandersetzung zu tun“. Pistorius: „Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet – in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad.“
Eine Einigung zwischen Moskau und Kiew ist nicht in Sicht. Die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft halten an. Das Unternehmen SpaceX von Tech-Multimilliardär Elon Musk (54) hat nach übereinstimmenden Angaben Maßnahmen ergriffen, um die Nutzung von Starlink-Satelliten für russische Drohnenangriffe zu stoppen. „Die ersten Maßnahmen zeigen bereits Wirkung“, schrieb der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow (35) am Sonntag auf X. Musk selbst schrieb: „Es scheint, dass die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu verhindern, funktioniert haben.“
Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte für kommende Woche am 4. und 5. Februar neue Verhandlungen der Kriegsparteien unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi an.