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Ist das noch Pech? Auch gegen Preußen Münster (1:1) betrieb der 1. FC Nürnberg in der ersten Halbzeit wieder unfassbaren Chancenwucher. Zoma (1./6./29.), Lubach (2.), Lochoshvili (11.) und Justvan (16.) hätten schon nach 30 Minuten das Spiel vorentscheiden können, wenn nicht sogar müssen. Doch wie bereits gegen Elversberg (3:2) und Darmstadt (0:2) stand nach 45 Minuten vorn wieder nur die Null.

Torhüter Jan Reichert (24) zu den vielen Fehlschüssen: „Das ist einfach bitter, weil wir uns so um unseren Lohn bringen. Wir pressen gut, wir zwingen den Gegner zu Fehlern und schlagen daraus kein Kapital. Das tut weh, weil so kannst du ein Spiel auch ganz schnell mal auf deine Seite ziehen und den Gegner vor eine noch schwierigere Aufgabe stellen.“

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Doch dass der FCN auch mit Führungen seine Probleme hat, sah man ebenfalls gegen Münster. Nach dem 1:0 durch Zoma (56./bereits sein fünfter Heimtreffer) gab es für den Club offensiv keine hochkarätige Chance mehr. Trotzdem hätte der FCN mit Blick auf das Schussverhältnis (17:10) und den Expected-Goals-Wert (1,8 zu 0,89) drei Punkte verdient gehabt.

Daraus zieht Reichert auch seinen Optimismus: „Genau genommen ist es erst mal ein positives Zeichen, dass wir uns so viele Chancen herausspielen, dass wir griffig sind. Aber im Endeffekt zählen im Fußball eben nur die Tore.“ Und hier stellt Nürnberg mit erst 23 Treffern die drittschlechteste Offensive der gesamten 2. Liga.