Russische Streitkräfte haben am Sonntag trotz einer von US-Präsident Trump (79) erreichten Waffenruhe massive Angriffe auf die Ukraine geflogen. Russische Angriffe verletzten in Saporischschja neun Menschen, nahe Pawlohrad starben 15 Zivilisten bei einem Busangriff. Die ukrainische Luftwaffe meldete 90 russische Kampfdrohnen allein in der Nacht. Russland brach damit die zweitägige Feuerpause, die Trump von Kreml-Despot Wladimir Putin (73) bis zum 1. Februar gesichert hatte.

Am Sonntagmorgen traf ein russischer Angriff eine Geburtsklinik in der südukrainischen Stadt Saporischschja. Der Angriff verletzte vier Frauen und ein vierjähriges Kind. Die Temperatur lag bei minus 13 Grad.

Nahe der zentralukrainischen Stadt Pawlohrad griff die russische Armee einen Linienbus in Terniwka an – 15 Menschen starben, sieben weitere erlitten Verletzungen.

In Dnipro stürzten russische Drohnen ab, töteten zwei Menschen, setzten ein Gebäude in Brand und beschädigten zwei Wohnhäuser sowie ein Auto.

«Terror gegen die Zivilbevölkerung»

Verteidigungsminister Boris Pistorius (65, SPD) verurteilte die Attacken scharf. Die russischen Angriffe hätten nichts mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. «Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet – in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad.»