Zwischen Kleiderstangen und Designern entstand bei Berlin Curated im Rahmen des FCG Showrooms ein Raum für offenen Austausch.

Der Showroom öffnet vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2026 im Hotel Zoo seine Türen für Presse, Stylisten und Käufer zu einer Vorführung der besonderen Art.

Berlin Curated – Das Konzept

Berlin Curated ist eine neue Plattform, die jungen Designern in ganz Deutschland eine Bühne bietet und sie langfristig unterstützen möchte. Kuratiert von Christiane Arp mit Unterstützung von Josepha Rodríguez und Sonja Hodzode, entsteht ein Förderungsprogramm für Studierende und Alumni.

In Kollaboration mit Universitäten werden Nachwuchstalente gesucht, die sich mit ihren Kollektionen für die Förderung bewerben. Entwickelt wurde das Konzept von der Berliner Kreativagentur 0049x. Sie koordinierten bereits das Runway-Event im vergangenen Sommer. Finanziert wird das Projekt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe Berlin.

Das Format bietet nicht nur die Möglichkeit, als junger Designer in die professionelle Modewelt reinzuschnuppern, es gibt ihnen auch die Perspektive, die Mode der Zukunft aktiv mitzugestalten.

Die ausgewählten Designer werden ein Jahr lang begleitet. Innerhalb dieses Jahres veranstalten sie eine Runway-Show bei der Berlin Fashion Week, nehmen an Vorträgen oder Workshops teil und zeigen ihre Arbeiten in Showrooms, wie an diesem Tag.

Ein Event als Begegnungsraum

Im Juli des vergangenen Jahres präsentierten die ausgewählten Designer eine Runway-Show und nun waren sowohl diese als auch neue Kollektionen im Showroom zu sehen. Am zweiten Tag des Showrooms waren die Designerinnen Alina Nazari, Rosalba Faroqhi und der Designer David Sandersfeld vor Ort. Die offene Atmosphäre lud zu Gesprächen ein. Passioniert erzählten sie von ihrer Inspiration, den verwendeten Materialien und ihren Zielen für die Zukunft. Die Designs hängen an Kleiderstangen, können begutachtet, ertastet und anprobiert werden. Die Konzepte wirkten dabei ebenso persönlich wie spannend.

Die Designerin Alina Nazari setzt sich in ihrer Arbeit mit ihrer afghanischen Herkunft auseinander und macht mit Hilfe traditioneller Symbole auf Frauenunterdrückung aufmerksam.

Bei der Designerin Rosalba Faroqhi wird Brautmode ironisch neu interpretiert. Sie arbeitet mit Rüschen und Spitze in Weiß- und Pastelltönen.

Designer David Sandersfeld nutzt für seine Kollektion wiederum nur Second-Hand-Stoffe. Anzugstoff wird als Trainingsanzug umgestaltet und er nutzt Druckknöpfe, um seine Teile individuell zu verändern und Trends anzupassen.

Fazit

Die Möglichkeit, die Talente von Berlin Curated persönlich kennenzulernen und ihre Entwürfe hautnah zu erleben, machte das Event gleichermaßen informativ wie inspirierend. In den Gesprächen mit den Designerinnen wurde deutlich, dass es hier nicht nur um Mode geht, sondern um ihre Leidenschaft.

Autorin: Elise Urban – Fotos: Elise Urban