Der Essener Hauptbahnhof gilt seit Jahren als Problem-Ort. Schmuddelige Ecken, Uringeruch und ein angespanntes Sicherheitsgefühl prägen den Alltag. Wer durch die Tunnel geht oder die Aufzüge nutzt, stößt nicht selten auf unangenehme Zustände.

Nun will die Deutsche Bahn etwas ändern. Mit einem großen Sofortprogramm sollen bundesweit 25 Bahnhöfe verbessert werden, berichtet die „WAZ“. Der Essener Hauptbahnhof ist dabei – und soll in Sachen Reinigung und Sicherheit ein Vorreiter werden.

Frühjahrsputz gegen Geruch und Schmutz

Kernstück der Maßnahme ist ein groß angelegter Frühjahrsputz. Die Bahn kündigt an, Bahnsteige, Treppen, Tunnel, Aufzugsschächte, Glasflächen, Automaten, Aufzüge, Mobiliar und Vitrinen zu reinigen. Auch Graffiti und alte Kaugummis sollen weichen.

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Es sollen Reinigungsintervalle erhöht werden, um das Putzen von Glasflächen und das gezielte Beseitigen unangenehmer Gerüche in den Mittelpunkt zu rücken. Besonders problematisch: der Gestank nach Urin in Fahrstühlen. Für diesen Geruch hat die Bahn eine konkrete Maßnahme angekündigt. Sie will „Duftspender in Fahrstühlen“ einbauen, um den penetranten Uringeruch zu überdecken. Zusätzlich kommen spezielle Reinigungsmittel zum Einsatz, die Rückstände gezielt neutralisieren sollen.

Wie häufig die Maßnahmen wiederholt werden, bleibt offen. Eine konkrete Zeitangabe nannte die Deutsche Bahn auf Anfrage der „WAZ“ nämlich nicht.

Essen Hbf: Sicherheitslage bleibt angespannt

Neben der Sauberkeit ist auch die Sicherheitslage Teil des Programms. Ein zusätzliches Team soll künftig am Hauptbahnhof Essen Streife gehen und für Sicherheit sorgen. Der Zeitraum der Maßnahme wird verlängert, genaue Zahlen nennt die Bahn jedoch nicht. Ein Sprecher betont: Der Bahnhof sei bereits durch Kameras videoüberwacht. Die Maßnahme sei Teil eines umfassenderen Sicherheitskonzepts.

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Mit dem neuen Sofort-Programm will die Bahn nun endlich eingreifen. Bundesweit investiert sie dafür nach eigenen Angaben 50 Millionen Euro an 1400 Bahnhöfen. In NRW sind neben Essen nur Köln Teil des Programms. Den ganzen Artikel der „WAZ“, lest ihr hier.