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Kommt es zur Eskalation in Nahost? Ein US-Schlag gegen den Iran könnte bevorstehen. Teheran warnt vor einem „Desaster“. Aktuelle News im Ticker.

Update, 22:25 Uhr: Frankreich hat das Mullah-Regime im Iran zu „großen Zugeständnissen“ in den Verhandlungen mit Trump augerufen, um einen Angriff der USA zu verhindern. Außenminister Jean-Noel Barrot forderte Teheran auf, das US-Verhandlungsangebot zu ergreifen und eine „radikale Haltungsänderung“ zu vollziehen, wie er der Zeitung Liberation sagte. Der Iran-USA-Konflikt müsse durch Diplomatie gelöst werden, betonte Barrot weiter. „Der Iran muss aufhören, eine Bedrohung für sein regionales Umfeld und unsere Sicherheitsinteressen zu sein, und das iranische Volk muss seine Freiheit wiedererlangen.“

Update, 20.50 Uhr: Im Streit mit dem Iran hat sich US-Präsident Donald Trump unbeeindruckt von den Drohungen des geistlichen Oberhauptes Ayatollah Ali Chamenei gezeigt. „Natürlich sagt er so etwas“, erklärte Trump am Sonntag vor Journalisten mit Blick auf die Äußerungen Chameneis. Dieser hatte zuvor für den Fall eines Angriffs der USA auf den Iran vor einem „regionalen Krieg“ gewarnt.

„Die Amerikaner sollten wissen, dass, wenn sie einen Krieg anfangen, es dieses Mal ein regionaler Krieg sein wird“, sagte Chamenei am Sonntag. Trump zeigte sich nun unbeeindruckt und erklärte, dass er weiter auf eine Einigung setze. „Hoffentlich erzielen wir eine Einigung. Wenn nicht, werden wir sehen, ob er Recht hatte“, sagte der US-Präsident mit Blick auf Chamenei.

Update, 19.05 Uhr: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat einen möglichen Krieg mit den USA als „Desaster für alle“ bezeichnet. Gegenüber dem US-Sender CNN erklärte er, die US-Stützpunkte seien in der Region verteilt. Das würde „unvermeidbar“ dazu führen, so der Minister, dass viele Gebiete in der Region vom Krieg erfasst sein würden. Ferner sagte er, Iran habe im jüngsten Krieg mit Israel vieles gelernt und sei vorbereitet. „Dass wir vorbereitet sind, bedeutet aber nicht, dass wir Krieg wollen“, erklärte er und rief nach einem „fairen“ Deal mit den USA.

Iran-USA-Konflikt: Serbischer Präsident erwartet baldigen Angriff gegen Teheran

Update, 15:23 Uhr: Der serbische Präsident Alexander Vucic erwartet einen amerikanischen Angriff auf den Iran innerhalb von 48 Stunden. „Ich erwarte einen Angriff auf Iran und manche anderen, großen Ereignisse“, sagte er laut der russischen Agentur Kommersant. US-Beamte sagten gegenüber der Zeitung Wall Street Journal allerdings, der Angriff werde nicht bald erfolgen. Demnach müssen die USA zuerst ihre Luftverteidigung in der Region aufstocken.

Update, 13:38 Uhr: Deutschland hat die iranische Einstufung europäischer Armeen als Terrorgruppen scharf zurückgewiesen. Außenminister Johann Wadephul bezeichnete die Erklärung aus Teheran als „haltlos und propagandistisch“.

Der Iran hatte zuvor auf die EU-Entscheidung reagiert, die iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation einzustufen. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte daraufhin, europäische Armeen würden nun ihrerseits als terroristische Gruppen gelten, das betrifft auch die deutsche Bundeswehr. „Wir lassen uns in unserer Haltung nicht einschüchtern“, sagte Wadephul laut dpa vor seiner Abreise nach Südostasien.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im IranElahe Tavakolian auf einer Demonstration gegen das Mullah Regime im IranFotostrecke ansehenRevolutionsgarden verschieben Militärübung – laut Berichten ist es mit Russland und China geplant

Update, 12:21 Uhr: Für den heutigen Sonntag (1. Februar) hatte die Marine der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) eigentlich ein Seemanöver im Golf von Oman geplant. Berichte darüber gab es vorerst nicht. Iranische Medien hatten zunächst berichtet, dass an der Militärübung in den Gewässern an der Südküste auch Russland und China teilnehmen sollen. Am Samstag hieß es dann, das Manöver mit den Verbündeten werde in den kommenden Wochen stattfinden. Ob damit auch das IRGC-Manöver verschoben wurde, blieb unklar.

Iran-USA-Konflikt: Chamenei warnt Trump-Regierung vor „regionalem Krieg“

Update, 11:10 Uhr: Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei hat den USA mit einem „regionalen Krieg“ gedroht, sollten diese einen Angriff auf den Iran starten. „Die Amerikaner sollten wissen, dass, wenn sie einen Krieg anfangen, es dieses Mal ein regionaler Krieg sein wird“, sagte Chamenei am Sonntag laut der Nachrichtenagentur Tasnim.

Teheran droht der EU wegen Sanktionen: „Haben sich selbst ins Knie geschossen“

Update, 9:51 Uhr: Der Iran hat eine Retourkutsche gegen die Europäische Union angekündigt, nachdem diese die iranischen Revolutionsgarden auf ihre Terrorliste gesetzt hat. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf kündigte an, dass Teheran nun die Armeen aller EU-Staaten als „terroristische Gruppen“ einstufen werde, die die Aufnahme der Eliteeinheit befürwortet hätten. „Indem sie versuchen, die Revolutionsgarden zu treffen, haben sich die Europäer eigentlich selbst ins Knie geschossen“, sagte Ghalibaf laut Reuters vor Abgeordneten, die aus Solidarität Uniformen der Revolutionsgarden trugen.

Nach Sanktionen des Westens: Iran stuft EU-Armeen als Terrorgruppen ein

Update, 9:14 Uhr: Der Iran hat die Streitkräfte der EU-Mitgliedsstaaten zu „terroristischen Gruppen“ erklärt. Dies gab der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf jetzt vor dem Parlament in Teheran bekannt – ohne weitere Folgen der Entscheidung zu erklären. Der Schritt erfolgte wenige Tage nachdem die EU-Außenminister die Iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft hatten.

„Haben Deal bereits“: Trump erhöht Druck auf Mullah-Regime

Update, 8:05 Uhr: Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump einen Deal mit Indien abgeschlossen, um den Druck auf den Iran zu erhöhen. Indien werde künftig Öl aus Venezuela beziehen und damit Importe aus der Islamischen Republik vermeiden, sagte Trump am Samstag (31. Januar) vor Journalisten an Bord der Air Force One, wie Reuters berichtet.

US-Präsident Donald Trump gestikuliert auf dem Flur nach seiner Rede während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos.US-Präsident Donald Trump (Archivbild) erhöht den Druck auf das Mullah-Regime. © Gian Ehrenzeller/dpaTeheran meldet Fortschritte bei Verhandlungen

Update, 1. Februar, 6:35 Uhr: Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran gibt es nach Angaben von beiden Seiten Verhandlungsbereitschaft. Teheran „redet mit uns, wir werden sehen, ob wir etwas tun können, andernfalls werden wir sehen, was passiert“, sagte US-Präsident Donald Trump dem Sender Fox News. Der Iran habe „niemals einen Krieg angestrebt“ und strebe auch weiterhin keinen Krieg an, sagte indes Irans Präsident Massud Peseschkian.

Irans Präsident: Streben keinen Krieg an

Update, 22:24 Uhr: Der iranische Präsident Massud Peseschkian setzt sich für eine Entspannung der Lage ein. In einem Telefonat mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi betonte Peseschkian am Samstag laut dem iranischen Präsidialamt, dass der Iran „niemals einen Krieg angestrebt“ habe und auch weiterhin keinen anstrebe. Teheran sei zudem „fest davon überzeugt, dass ein Krieg weder im Interesse des Iran noch der USA noch der Region“ liege.

US-Angriff auf den Iran? Eskalation in Straße von Hormus droht – Teheran meldet Fortschritte bei Verhandlungen

Update, 21:16 Uhr: Der saudische Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman hat in Washington eine Kehrtwende in der saudischen Iran-Politik vollzogen. In einer privaten Besprechung am Freitag warnte der jüngere Bruder von Kronprinz Mohammed bin Salman vor den Folgen einer zurückhaltenden US-Politik gegenüber Teheran. Vier Quellen aus dem Besprechungsraum berichteten gegenüber dem US-Portal Axios, dass Prinz Khalid bin Salman erklärt habe, das iranische Regime werde am Ende stärker sein, wenn Präsident Trump seine Drohungen gegen den Iran nicht wahrmache.

Wegen Trumps Drohungen: Iran versetzt Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft

Update, 14:51 Uhr: Gegenwärtig wird weiterhin ein US-Angriff auf den Iran befürchtet. Vor einer möglichen Eskalation machte der iranische Militärchef Amir Hatami deutlich, dass die Nukleartechnologie seines Landes „nicht eliminiert werden“ könne. „Die Nuklearwissenschaft und -technologie der Islamischen Republik Iran kann nicht ausgelöscht werden, selbst wenn Wissenschaftler und Söhne dieser Nation den Märtyrertod erleiden“, sagte Hatami laut der offiziellen Nachrichtenagentur Irna.

US-Angriff auf den Iran? Sorge vor Eskalation wächst

Update, 14:13 Uhr: Vor dem Hintergrund zunehmender Kriegsbefürchtungen erschütterten den Iran mehrere Explosionen. Eine davon wurde von iranischen Medienberichten in der Hafenstadt Bandar Abbas am Persischen Golf registriert. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim, die sich auf den Katastrophenschutz der Provinz Hormusgan berief, war ein Wohnkomplex in der südlichen Küstenstadt von der Detonation betroffen.

Sorge vor Eskalation im Iran durch US-Angriff

Erstmeldung: Teheran/Washington – Droht im Nahen Osten ein US-Angriff auf den Iran? Seit Wochen hatte US-Präsident Donald Trump die Rhetorik gegenüber dem Mullah-Regime verschärft und zuletzt immer mehr Kriegsschiffe in die Region verlegt. Fachleute vermuten, dass der Iran zeitnah Ziel einer Attacke werden könnte – ausgeführt mit B-2-Bombern. Nach unbestätigten Angaben könnte ein möglicher US-Militärschlag gegen den Iran bereits am Sonntag stattfinden. Das berichtet das US-Portal Drop Site News und beruft sich auf anonyme Quellen im US-Verteidigungsministerium. 

US-Angriff auf den Iran droht

Hintergrund der jüngsten Eskalation sind die Proteste im Iran. Über Wochen hatten Tausende Menschen gegen die iranische Führung demonstriert. Das Regime ließ eine Internetsperre verhängen und die Demonstrationen gewaltsam niederschlagen. Wie viele Menschen durch die Gewalt getötet wurden, ist bislang unklar. Schätzungen gehen aber von mehr als 30.000 Toten aus. Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder erklärt, dass das Verhalten des Regimes im Iran zu einer erneuten Eskalation beitragen könnte.

Der Iran müsse sich auf einen „Deal“ einlassen, fordert Trump. Dabei soll es unter anderem um eine Einstellung von Irans umstrittenem Atomprogramm gehen und um eine Begrenzung der Entwicklung ballistischer Raketen. Die US-Streitkräfte haben ihre Präsenz in der Region seit Anfang Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und dessen Begleitschiffen.

Eskalation in Nahost: Iran versetzt Truppen in „volle Kampfbereitschaft“

Angesichts der Gefahr eines möglichen US-Angriffs auf den Iran wurden inzwischen die Streitkräfte der Islamischen Republik in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Streitkräfte seien „in voller Verteidigungs- und Kampfbereitschaft“, erklärte Armeechef Amir Hatami nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna vom Samstag. „Wenn der Feind einen Fehler macht, wird dies zweifellos seine eigene Sicherheit, die Sicherheit der Region und die Sicherheit des zionistischen Regimes gefährden“, warnte Hatami demnach.

In einer Analyse zur gegenwärtigen Lage im Nahen Osten warnte CNN davor, dass Trump zwar einem geschwächten Iran gegenüberstehen würde. Zugleich seien die Folgen aber kaum vorhersehbar. Das Mullah-Regime soll zwar einen Plan für die Zeit nach dem Obersten Führer, Ali Khamenei, haben, doch unklar ist, wie dieser aussehen könnte. Instabilität im Iran als Folge eines US-Angriffs könnte gravierende Auswirkungen auf die gesamte Region haben.

Sorge vor Eskalation, falls US-Angriff auf Iran ausfällt

Unklar bleibt, ob es tatsächlich zu einem US-Angriff auf den Iran kommen wird. Wie Axios berichtet, hat Saudi-Arabien in einer vertraulichen Besprechung vor den Folgen gewarnt, sollte Trump von einer Attacke absehen. Demnach sagte der saudische Verteidigungsminister, dass das Regime gestärkt aus dieser Situation hervorgehen werde, falls die USA nicht angreifen sollten.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte indes am Samstag laut Reuters, dass US-amerikanische, israelische und europäische Politiker die wirtschaftlichen Probleme des Irans ausgenutzt, Unruhen geschürt und den Menschen die Mittel gegeben hätten, mithilfe der Proteste im Iran das Land zu spalten. (fbu mit Agenturen)