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Bauernregeln werden oft genutzt, um Wettervorhersagen zu treffen. Eine der alten Regel mit Blick auf Februar soll demnach verraten, wie das Frühlingswetter in Hessen wird.
Kassel – Bauernregeln werden seit Jahrhunderten genutzt, um Hinweise auf das kommende Wetter zu geben. Auch wenn sie nicht wissenschaftlich belegt sind, beruhen viele dieser Sprüche auf langjährigen Beobachtungen – und liegen erstaunlich oft richtig.
Eine alte Regel rund um den 2. Februar, den Tag Mariä Lichtmess, soll verraten, wie sich der restliche Winter und das Frühjahr entwickeln. Zu Lichtmess, das 40 Tage nach Weihnachten gefeiert wird, gibt es mehrere Wetterregeln. So heißt es beispielsweise: „Scheint zu Lichtmess die Sonne klar, gibt‘s Spätfrost und ein fruchtbar Jahr“ oder „Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt‘s noch sehr viel Schnee und Eis“. Eine weitere Variante lautet: „Ist‘s an Lichtmess hell und rein, wird ein langer Winter sein.“ Sonnenschein steht demnach für anhaltende Kälte, trübes oder verschneites Wetter dagegen für einen baldigen Frühlingsbeginn.
Für die Bauern begann an Lichtmess traditionell wieder die Arbeit nach der Winterpause, erklärt wetter.de den Hintergrund. Beschränkt man sich auf die Sonnenscheindauer Anfang Februar, lasse sich „immerhin in zwei von drei Fällen eine überdurchschnittliche Anzahl von Frosttagen im Februar und März nachweisen“, so das Portal.
Eine Bauernregel für Anfang Februar gibt einen Hinweis auf das Frühlingswetter. © Eibner/Expa/Juergen Feichter/ImagoDWD-Prognose mit Bewölkung und Niederschlag zum Start in den Februar
Ein Blick auf die aktuellen Modelle: Der Februar dürfte voraussichtlich mit einer markanten Kältephase starten, die sich bis etwa zur Monatsmitte halten könnte. Zum Lichtmess-Termin deuten viele Signale daher auf klassisches Winterwetter hin. Demnach baut sich direkt über Deutschland eine Luftmassengrenze auf. In solchen Lagen sind neben Schneefall auch Schneeregen, Eisregen und gefrierender Regen möglich. „Von wegen Frühling – der Winter will wohl auch im Februar noch kräftig nachlegen“, schreibt wetter.de.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach sagt für Hessen sowohl am Sonntag (1. Februar) als auch am Montag (2. Februar) starke Bewölkung und Niederschlag voraus. „Am Sonntag stark bewölkt bis bedeckt und örtlich etwas Regen, im Norden auch wenige Flocken. Höchsttemperaturen zwischen 6 Grad am Rhein und um 1 Grad im Nordhessischen Bergland, in den Hochlagen um 0 Grad“, so der DWD. „Am Montag wechselnd bis stark bewölkt und örtlich etwas Sprühregen oder ein paar Flocken. Im Tagesverlauf meist abklingende Niederschläge. Höchstwerte von Nordost nach Südwest -1 bis +5 Grad“, lautet die Prognose der Experten.
Schnee sorgt für Chaos am Montagmorgen – die Fotos vom winterlichen Hessen
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Ob die Bauernregel also wieder einmal recht behält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Neben anhaltender Kälte brachte der Wochenstart Schnee in ganz Hessen. Wo die Lage besonders kritisch werden kann, zeigt unsere Live-Wetterkarte. Dort ist auch zu sehen, wie lange die jeweiligen Warnungen in den einzelnen Landkreisen gelten.