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Momentan gibt es eine Singlespur für Linksabbieger und eine für rechts und geradeaus. Aus Sicht der Koalition könnte eine andere Verkehrsführung für Entlastung sorgen. Momentan gibt es eine Singlespur für Linksabbieger und eine für rechts und geradeaus. Aus Sicht der Koalition könnte eine andere Verkehrsführung für Entlastung sorgen. © Marc Strohfeldt

Die Kreuzung Hainer Chaussee in Dreieich hat ganztägig mangelhafte Verkehrsqualität. Eine Spurummarkierung könnte helfen, doch es gibt Sicherheitsbedenken.

Dreieich – Die Kreuzung Hainer Chaussee/Darmstädter Straße/Theodor-Heuss-Straße ist vermutlich die am stärksten belastete in Dreieich. In der Rushhour stauen sich die aus Richtung Buchschlag kommenden Autos oft bis weit die Eisenbahnstraße runter. Jede Idee zur Entzerrung ist da willkommen. Die Koalition aus CDU, SPD und FWG möchte jetzt prüfen lassen, ob die Linksabbiegespur aus der Theodor-Heuss-Straße mit einer Geradeausspur kombiniert werden kann. Dann bliebe eine separate Abbiegespur nach rechts Richtung Langen (jetzt auch geradeaus). Trotz Bedenken der Verwaltung hat der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie den Antrag einstimmig beschlossen.

Die Kreuzung, schreibt die Koalition mit Verweis auf den Bericht eines Bochumer Ingenieurbüros, das ein Verkehrskonzept für Sprendlingen erstellt hat, sei der einzige Knoten in Sprendlingen mit „ganztägig mangelhafter Verkehrsqualität“. Dieses Manko ließe sich eventuell durch die Angleichung der Ampelschaltung der Theodor-Heuss-Straße analog zur Schaltung der Hainer Chaussee beseitigen, meint das Dreier-Bündnis. Dort gibt es eine Spur für Rechtsabieger in die Stadtmitte und eine zweite für links und geradeaus.

Der Fachbereich Planung und Bau teilt die Auffassung nur bedingt. Zwar sei die Geradeaus- und Rechtsabbiegespur „deutlich stärker“ belastet als die Singlespur für Linksabbieger. „Für den Kfz-Verkehr wäre also die vorgeschlagene Spuraufteilung vorteilhaft, denn die Freigabezeit würde effektiver genutzt.“ Wäre da nicht die Fußgängerampel über die Darmstädter Straße, die derzeit gemeinsam und „bedingt verträglich“ mit der Linksabbiegespur aus der Theodor-Heuss-Straße Grün hat. Momentan sei eine parallele Grünphase möglich, da wartende Linksabbieger, die Fußgänger passieren lassen müssen, nachfolgende Autos nicht behindern.

Wartezeiten für Geradeausverkehr

„Bei einer Ummarkierung würde allerdings der Geradeausverkehr nicht mehr ungehindert abfließen können, weil er unter Umständen durch wartende Linksabbieger blockiert wird. Eine gemeinsame Freigabe dieser beiden Signalgruppen wäre auch aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht mehr möglich“, heißt es in der Stellungnahme des Fachbereichs. Die Ampelschaltung für die Fußgänger könnte bei einer Änderung nur mit dem Rechtsbiegerverkehr aus der Hainer Chaussee korrespondieren. Der würde dadurch aber erheblich eingeschränkt.

Nach Angaben des Fachbereichs wird für die Erarbeitung des angrenzenden Bebauungsplans „Rostädter Straße“ eine Verkehrszählung erforderlich. Dann könne eine Simulation mit der angeregten Spuraufteilung erstellt werden, heißt es abschließend.