Auf der Bundesautobahn 61 ist es am Sonntagabend (1. Februar) zu einem tragischen Verkehrsunfall mit drei Toten gekommen. Nach Angaben der Polizei Köln handelt sich um zwei Erwachsene und ein Mädchen. Zwei Fahrzeuge waren in den Unfall zwischen den Anschlussstellen Bergheim-Süd und Bergheim in Fahrtrichtung Venlo verwickelt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. 

Ersten Erkenntnissen zufolge war ein Pkw mit BM-Kennzeichen aus ungeklärter Ursache gegen 19.30 Uhr nach links von der Fahrbahn abgekommen, mit der Betonschrammwand kollidiert und quer zur Fahrbahn zum Stehen gekommen. Ein dahinter fahrender Kleinbus mit niederländischem Kennzeichen konnte nicht mehr bremsen und erfasste das Fahrzeug.

Der Mercedes der Unfallopfer war so schwer beschädigt, dass die Rettungskräfte Mühe hatten, die Opfer zu bergen.

Der Mercedes der Unfallopfer war so schwer beschädigt, dass die Rettungskräfte Mühe hatten, die Opfer zu bergen.

Zwei Insassen wurden in dem Pkw eingeklemmt und starben, das Kind konnte von den Rettungskräften aus dem Wagen befreit werden. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers haben die Helfer mehr als eine Stunde versucht, es wiederzubeleben, allerdings ohne Erfolg. Die beiden Insassen des Kleinbusses, ein 31-jähriger Mann und sein Beifahrer, wurden schwer verletzt und in umliegende Kliniken gebracht.

Ein Verkehrsunfallaufnahmeteam sicherte die Unfallspuren. Eine Seelsorgerin der Feuerwehr betreute Zeugen und Ersthelfer.

Bergheim: Kurz vor Weihnachten war ein Motorradfahrer tödlich verunglückt

Ein Sprecher der Feuerwehr hatte die Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Bergheim gewarnt: „Fahren Sie nicht auf die Autobahn im betroffenen Bereich!“ Infolge des Unfalls bildete sich ein Rückstau bis nach Kerpen. Erst am frühen Montagmorgen gegen 4.30 Uhr konnte die A61 in Richtung Venlo wieder freigegeben werden.

Als absehbar war, dass die Autobahn für mehrere Stunden gesperrt bleiben würde, hatte die Polizei am späten Abend damit begonnen, die im Stau stehenden Fahrzeuge wenden zu lassen und abzuleiten.

Sie alle waren unter schwierigsten Umständen vor Ort und haben Verantwortung übernommen

Bürgermeister Volker Mießeler

Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler zeigt sich betroffen: „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen sowie bei den Verletzten, und ebenso bei den Einsatzkräften, die solche Situationen verarbeiten müssen“, schreibt er in einem Post auf der Facebook-Seite der Feuerwehr. Er dankt allen Einsatzkräften der hauptamtlichen Feuerwehr sowie den beteiligten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr „für ihren engagierten und professionellen Einsatz“.

Drei Todesopfer und schwerverletzte Menschen machten deutlich, wie belastend und fordernd dieser Einsatz gewesen sei, fachlich wie menschlich. Mießeler findet lobende Worte: „Sie alle waren unter schwierigsten Umständen vor Ort und haben Verantwortung übernommen. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt und Dank.“

Kurz vor Weihnachten war auf der A61 bei Bergheim ein 24-jähriger Motorradfahrer tödlich verunglückt. Er war auf einen Pkw aufgefahren und gestürzt. Er starb noch an der Unfallstelle.