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Chemnitz – Mehr als zwei Jahre später als geplant – aber endlich ist er da! Der erste Batterie-Zug rollt ab sofort regelmäßig zwischen Leipzig und Chemnitz. Um 5.31 Uhr startete der RE 6 am Hauptbahnhof Chemnitz zur Jungfernfahrt. Eine Premiere für Sachsen: Es ist der erste Akkuzug im regulären Fahrplanbetrieb.
300 Passagiere finden im Coradia Continental Platz. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen plant, die alten Doppelstockzüge Schritt für Schritt auszutauschen.
Schluss mit den Diesel-Problemen
Weil die Oberleitung fehlt, mussten bisher Dieselloks ran – auf der Verbindung zwischen den beiden sächsischen Großstädten. Seit vielen Jahren gab es dabei immer wieder Probleme und Beschwerden. Die Lösung: Der Verkehrsverbund bestellte bereits 2020 elf Batterie-Züge bei Alstom. Eigentlich sollten die neuen Züge ab Dezember 2023 fahren. Doch die Auslieferung wurde mehrfach verschoben. Jetzt endlich können die Fahrgäste umsteigen.
Mehr zum ThemaSo funktioniert die Akku-Technik
Wo die Oberleitung fehlt, springen die Batterien ein. An den Bahnhöfen laden sie auf. Beim Bremsen fließt Energie zurück – wie beim E-Auto. Die Reichweite im Akkubetrieb: bis zu 120 Kilometer. Maximal können die Alstom-Fahrzeuge Tempo 160 fahren.
Die Mitteldeutsche Regiobahn betreibt die Linie RE 6. Sie erhielt das erste Fahrzeug bereits im Oktober 2025 – zur Schulung der Mitarbeiter und für Testfahrten. Inzwischen sind vier weitere Fahrzeuge hinzugekommen. Züge der Reihe Coradia Continental sind in Sachsen bereits auf der Route Dresden-Chemnitz-Hof im Einsatz, dort jedoch ohne Akku.