Als die Spieler von Rhein Fire im September 2023 die Trophäe der European League of Football (ELF) in die Luft streckten, krönten sie damit eine perfekte Saison. Jedes einzelne Spiel wurde gewonnen, inklusive des Finals im eigenen Stadion in Duisburg vor 31.500 Fans – die meisten davon selbstredend in dunkelrot gekleidet.
Nun könnte sich die Geschichte in diesem Jahr ein stückweit wiederholen. Einem Bericht der „NRZ“ zufolge findet das erste Finale der neu gegründeten Americna Football League Europe (AFLE), in der auch Fire spielen will, erneut in der Duisburger Arena statt. Eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.
Finale am 6. September in Deutschland
Viel ist bisher bekanntlich nicht bekannt über die AFLE, maximal die Hälfte der teilnehmenden Teams sind es zum Beispiel erst. Schon bei ihrer offiziellen Gründung Anfang Dezember verkündete sie aber einen fixen Termin: Am 6. September 2026 solle das Endspiel stattfinden – und zwar in Deutschland.
Nicht nur die Tatsache, dass es in Deutschland sein wird, spricht dafür, dass es auch in Duisburg ist. Auch die frühe Verkündung tut es: Welches Stadion in Deutschland hätte sich denn im Herbst 2025 für eine bis dato nicht existierende Football-Liga fast ein Jahr später anmieten lassen? Aber Fire und die Stadt Duisburg – da gibt es einen guten Draht, sodass es absolut vorstellbar ist, dass die Franchise den Termin bereits festzurren konnte.
Es ergibt darüber hinaus einfach Sinn für die AFLE, an einen Standort zu gehen, der eine Franchise vor Ort hat. Einmal, weil es dort bestenfalls schon einige Fans gibt, andererseits aus logistischen Gründen. Das wäre neben Duisburg in Deutschland eben noch Berlin, wo es kein geeignetes Stadion für solch ein Finale gibt. Die Arena in Duisburg ist mit ihrer Größe und Beschaffenheit dagegen perfekt. Das haben auch Ausflüge der European League of Football (ELF) in die größeren Arenen nach Gelsenkirchen und Stuttgart gezeigt.
Duisburg voll ist besser als Düsseldorf leer
Zwar kamen da mehr Fans als in Duisburg reinpassen, doch eine ausverkaufte Arena mit knapp über 31.000 Besuchern hat keineswegs weniger Charme, als wenn das Stadion zu einem Viertel leer ist – eher im Gegenteil. Deshalb dürfte auch Düsseldorf raus sein; nach der eher enttäuschenden Zuschauerzahl bei Fires Heimspiel dort im vergangenen Juni wäre es zumindest überraschend, wenn es da ein schnelles Comeback gäbe.
Zudem wird die AFLE natürlich alles daransetzen, dass das Stadion zum Endspiel dann auch voll sein wird. Und da hat Duisburg eben schon einmal amtlich abgeliefert. Sollte Fire diesmal wieder dabei sein, könnte es erneut klappen. Zumindest ist der Gedanke nachvollziehbar.
Ein Finale in Duisburg wäre für die AFLE eine relativ sichere Nummer. Es sei denn, die Fans haben nach dem ganzen Theater in diesem Winter generell keine große Lust mehr auf europäischen Football. Das wird sich zeigen, wenn die Liga in ihre Saison startet – wann immer das sein wird. Diesen Termin gibt es offiziell nämlich noch immer nicht.