Wer vor den hohen Mieten in Stuttgart in die Region flüchtet, trifft dort oftmals auf: ebenfalls hohe Mieten. Diesen Schluss zumindest legt eine Untersuchung des IVD-Marktforschungsinstituts nahe, bei der die Angebotsmieten in baden-württembergischen Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern im Fokus standen.
Demnach lag die Mehrzahl der angebotenen Wohnungen in Böblingen, Sindelfingen, Ludwigsburg und Waiblingen im zweiten Halbjahr 2025 bei deutlich über 12 Euro pro Quadratmeter, in den erstgenannten drei Städten sogar über 14 Euro. Bei den untersuchten Wohnungen handelt es sich nach Angaben des IVD-Instituts um Bestandswohnungen (Baujahr zwischen 1950 und 2023).
Sindelfingen und Böblingen mit hauptsächlich teuren Angeboten
Mit Blick auf den Anteil der Mietangebote, die im zweiten Halbjahr 2025 über 14 Euro pro Quadratmeter lagen, sind diese mittelgroßen Städte in der Region laut Untersuchung am teuersten:
- 1. Sindelfingen (65,9 Prozent der angebotenen Wohnungen kosten auf den Quadratmeter gerechnet mehr als 14 Euro)
- 2. Böblingen (64,7 Prozent)
- 3. Ludwigsburg (63,5 Prozent)
- 4. Waiblingen (48,3 Prozent)
- 5. Esslingen (42,6 Prozent)
- 6. Göppingen (14,1 Prozent)
„Kreisstädte in der erweiterten Metropolregion Stuttgart profitieren von ihrer guten verkehrlichen Anbindung an die Landeshauptstadt und sind entsprechend stark nachgefragt“, schlussfolgert das IVD-Institut daraus.
Günstigerer Wohnraum: Anteil in Aalen und Schwäbisch Gmünd höher
In Städten, die weiter entfernt von Stuttgart sind, gibt es im Verhältnis mehr Wohnungen zu günstigeren Preisen. In Aalen etwa liegen lediglich 24,6 Prozent der Angebote über 14 Euro pro Quadratmeter, in Schwäbisch Gmünd sind es 23,5 Prozent, dort ist der Anteil der günstigeren Wohnungen entsprechend höher.
Unter den baden-württembergischen Mittelstädten mit mehr als 50.000 Einwohnern zählen Schwäbisch Gmünd und Villingen-Schwenningen zu den Standorten mit dem größten Angebot an Mietwohnungen unter 12 Euro pro Quadratmeter. Laut dem IVD-Marktforschungsinstitut entfielen dort im zweiten Halbjahr 2025 „jeweils mehr als zwei Drittel der angebotenen Wohnungen auf dieses Preissegment“.
Die Auswertung erfolgte nach Angaben des IVD-Instituts auf Basis von Angeboten in Printmedien und auf Onlineportalen.