Die Weizenpreise geben am Montag an der Euronext nach, nachdem sie am Freitag kräftig gestiegen waren. Allerdings verlief die vorige Woche sehr turbulent aufgrund der weiterhin instabilen geopolitischen Lage. Die jüngste Abwärtskorrektur des Euro-Dollar-Wechselkurses hatte die europäischen Weizenpreise zunächst gestützt, während die extremen Wetterbedingungen auf der Nordhalbkugel zunehmend Besorgnis erregen. 

Die seit Wochen in Russland herrschende extreme Kälte breitet sich allmählich in die Ukraine und nach Polen aus und bedrohen die dortigen Ernten trotz einer relativ hohen Schneedecke. 

Am Freitagabend fiel der Euro/Dollar-Kurs auf 1,1850 und gab damit einen Großteil seiner Wochengewinne wieder ab. Die Panik, die den Euro auf 1,2080, den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren, getrieben hatte, legte sich wieder. Donald Trumps Nominierung von Kevin Warsh zum nächsten Fed-Chef beruhigte die Märkte erheblich. 

Der wieder nachgebende Wechselkurs des Euro hat die Getreidepreise an der Euronext gestützt. Mit einem Anstieg um 3 Euro auf 194,25 Euro je Tonne schloss der Euronext-Weizenkontrakt für März 2026 am Freitag auf dem höchsten Stand seit dem 19. November und durchbrach gleichzeitig eine starke Widerstandszone bei 191 bis192 Euro je Tonne, beobachten die Analysten von Agritel. 

Im laufenden Handel am Montag geben die europäischen Weizenpreise um knapp 2 Euro auf 192,50 Euro je Tonne nach. Während die Europäische Kommission ihre Schätzung der Weizenbestände in der EU-27 zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres am 30. Juni 2026 um 1,7 Millionen Tonnen auf 13 Millionen Tonnen anhob, senkte sie ihre Schätzung der Gerstenbestände aufgrund höherer Exporte um 1,9 Millionen Tonnen auf 4,2 Millionen Tonnen.