Eine knappe Mehrheit im Gemeinderat hatte das Stadt-Signet, eine Idee der CDU-Fraktion, bei der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2026/27 am 19. Dezember durchgewunken. Zugestimmt hatten die Haushaltskoalition (CDU, Grüne), Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) und Teile der Freien Wähler. 30 Ja-Stimmen, 27 Gegenstimmen und drei Enthaltungen hieß das am Ende. Alexander Kotz, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat, verteidigt die Entscheidung gegenüber unserer Zeitung als Teil der Wirtschaftsförderung. Bilder des Selfie- und Fotomotivs, das mittels LED-Leuchten verschiedenste Motive abbilden können soll, würden sich über die sozialen Medien verbreiten – und so bestenfalls mehr Touristen in die Stadt locken.
Dabei stellt sich vielen, die darüber diskutieren, die Frage, wie und wo genau die neun Buchstaben platziert werden sollen. Die CDU hat dafür den Marktplatz vorgeschlagen, vor dem linken Flügel des Rathauses, auf dem Absatz zwischen zwei Straßenleuchten. Mit dem neuen Haus des Tourismus direkt daneben, hält Alexander Kotz das für „einen optimalen Standort in der City“. Später könnte das etwa mannshohe Sign zum neuen Hauptbahnhof umziehen, wenn der dereinst eröffnet wird.
Collage mit Stuttgart-Sign
Auf unserer Collage haben wir simuliert, wie das Stuttgart-Sign auf dem Marktplatz aussehen könnte:
Als Standort ist der Platz vor dem linken Rathausflügel vorgeschlagen. Foto: Kovalenko/Collage Pichlmaier
Der genau Standort muss allerdings jetzt erst mal – ebenso wie die Ausgestaltung des Signs – erarbeitet und geprüft werden, dazu hat der Gemeinderat im Dezember noch nichts beschlossen. Alexander Kotz sagt dazu:„Uns haben schon einige gute Ideen zum Thema möglicher Standorte und Ausführungsvarianten aus der Bürgerschaft und von Fachleuten erreicht.“
Planungen erst im zweiten Halbjahr 2026
Er gehe davon aus, dass sich die Verwaltung oder die Stuttgart Marketing GmbH zu dem Projekt im Laufe des zweiten Halbjahres 2026 Gedanken machen werden. Ohnehin muss der Doppelhaushalt nun erst mal vom Regierungspräsidium genehmigt werden. Außerdem soll das Sign zum neuen Corporate Design der Stadt passen, das im Laufe des Jahres entwickelt wird.
Aber egal wie, Milos Vujicic, der Betreiber des Stuttgarter Ratskellers, dessen Außenfläche ebenfalls im von der CDU vorgeschlagenen Bereich liegt, freut sich auf das Stuttgart-Sign. „Alles, was dazu beiträgt, dass mehr Menschen den Marktplatz besuchen, ist gut“, sagt Vujicic auf Anfrage unserer Zeitung.
Der Platz vor dem Rathaus sei ein „hidden champion“, der nur während des Weindorfs und des Weihnachtsmarktes sein Potenzial als Besuchermagnet richtig ausschöpfe. Natürlich müsse noch darüber gesprochen werden, ob das Sign am Ende direkt vor seinen Tischen stehen müsste. Aber der Gastronom findet: „Stuttgart ist eine wunderbare Stadt und darf das auch zeigen.“