Gedenktag in Dresden 2022 (Archivbild) ©
Steffen Giersch
Die Fördergesellschaft der Frauenkirche Dresden bittet um ehrenamtliche Mitwirkung. Am Gedenktag, dem 13. Februar, finden vor der Frauenkirche erneut das „Stille Gedenken“ sowie der „Dresdner Gedenkweg – unterwegs zur Versöhnung“ statt. Helferinnen und Helfer sind gebeten, die Fördergesellschaft für den Zeitraum zwischen 16 und 22 Uhr zu unterstützen. Wenn Ihr Interesse geweckt ist, melden Sie sich bitte telefonisch bis 8. Februar in der Geschäftsstelle unter 0351 65606600.
Stilles Gedenken auf dem Neumarkt
Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e. V. ermöglicht von 16 bis 22 Uhr das „Stille Gedenken vor der Frauenkirche – wahrhaftig erinnern – versöhnt leben“. Es wird Raum sein für Gespräche und Begegnungen, aber auch für schweigendes Erinnern. Es können direkt vor der Kirche Kerzen in einer 20 Quadratmeter großen Fläche in Kerzenform platziert werden.
Dresdner Gedenkweg – unterwegs zur Versöhnung
Der „Dresdner Gedenkweg – unterwegs zur Versöhnung“ führt mit Textlesungen an ausgewählte Orte, die an die Schuld der Deutschen und das Leid im Zweiten Weltkrieg sowie an Zerstörungen in der Nachkriegszeit erinnern. Zugleich werden auf diesem Weg auch der Hoffnung vermittelnde Wiederaufbau in der Stadt, die Sehnsucht nach Frieden, die friedliche Revolution von 1989 sowie der Wunsch und der anstrengende Weg der Menschen zur Versöhnung thematisiert. Der diesjährige Gedenkweg beginnt um 18:15 Uhr an der Gedenkstele an die Zerstörung der alten Synagoge und an die Ermordung der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus am Hasenberg, gegenüber der neuen Synagoge. Er führt danach zur Skulptur des Großen Trauernden Mannes, das Trümmerstück aus der Kuppel der Frauenkirche auf deren Nordseite, dann an der Südostseite des Altmarktes nahe der Gedenk- und Mahnmals für die Opfer der Luftangriffe auf Dresden vom 13. und 14. Februar 1945 zur Kreuzkirche zum Denk- und Mahnmal »Schwerter zu Pflugscharen – Steine des Anstoßes«, zum Denk-Raum für die Sophienkirche und abschließend zur Frauenkirche.
Nacht der Stimmen
Zum Ausklang des 13. Februars öffnen sich nach dem stadtweiten Geläut der Dresdner Kirchenglocken die Türen der Frauenkirche zur „Nacht der Stimmen“. Mit Wort und Musik wollen wir einen Akzent setzen, der die Brücke vom Erinnern zum Eintreten für den Frieden heute und in der Zukunft schlägt. In diesem Rahmen eröffnen wir die Ausstellung „MICHAEL. Ein Engel auf Reisen“ im Beisein und unter Mitwirkung des Künstlers Reinhard Pontius. Der Dresdner Bildhauer hat eine Engelsfigur geschaffen, die ab dem 13. Februar für zwei Monate in der Unterkirche der Frauenkirche zu sehen sein wird. Nach einer fünfjährigen internationalen Reise zu verschiedenen Gedenk- und Versöhnungsorten kehrt der Engel nun nach Dresden zurück.