Ein Hauch von Japan: In den lange leerstehenden Räumen eines ehemaligen Wettbüros im Brückviertel hat sich Laura Biela einen Traum erfüllt und mit „Tokyo Heartbeats“ jetzt ein Geschäft für japanische Mode, Kunst und Popkultur eröffnet.
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Die Inhaberin vertreibt schon lange Anime-Fanart, Illustrationen und Prints, Merchandise, japanische Mode („J-Fashion“), Schmuck und handgefertigte Unikate. Bislang allerdings handelte sie ohne festes Ladengeschäft, ihre Produkte waren nur auf Conventions, Messen und in ihrem Online-Shop „Lace de Parfait“ erhältlich. Seit Samstag (31.1.) gibt es eine feste Anlaufstelle an der Reinoldistraße 23. Auf rund 60 Quadratmetern präsentiert sie dort nicht nur das Sortiment ihres Shops, sondern vermietet auch Regalflächen an wechselnde lokale Kunstschaffende.
Wie ein Convention-Besuch in der Stadt
„Tokyo Heartbeats ist aus dem Wunsch entstanden, einen Ort zu schaffen, an dem Kreative sichtbar sind, ohne finanzielle Hürden oder Konkurrenzdruck“, erklärt Biela. „Der Laden soll sich anfühlen wie ein kleiner Convention-Besuch mitten in der Stadt – offen, kreativ und gemeinschaftlich. Ein Ort für Entdeckungen und Schätze, die man anderswo nicht findet.“

Citymanager Tilmann Insinger und Anja Borrmann von der Wirtschaftsförderung begrüßten Laura Biela (in der Mitte) in ihrem neuen Laden.
© Funke Medien NRW | Stadt Dortmund
Aber die offenbar viele suchen: Am Samstag bildete sich schon frühmorgens – schon Stunden vor dem Eröffnungstermin – die erste Schlange junger Kundinnen und Kunden vor dem Geschäft. Am Ende des Tages waren es rund 1000 Gäste, die zur Eröffnung kamen, so die Inhaberin.
„Das Konzept kann regionale Strahlkraft entfalten“
„Das Konzept von ,Tokyo Heartbeats‘ passt perfekt ins Brückviertel“, sagt Citymanager Tilmann Insinger. „Es setzt auf visuelle Stärke, auf Fashion und Kultur und auf eine junge Zielgruppe, die sich stark mit dem Angebot identifiziert.“ Die Szene etwa der Cosplayer und Anime-Fans sei in Dortmund durch Conventions regelmäßig stark vertreten. Nun bekomme sie ein dauerhaftes Zuhause im Herzen der Innenstadt. „Das Angebot kann regionale Strahlkraft entfalten und ist ein echtes Plus auch für den angrenzenden Platz am Apfelbrunnen und die Reinoldistraße“, so der Citymanager. „Ich freue mich sehr, dass wir diesen langjährigen Leerstand mit seiner großen Schaufensterfläche in guter Zusammenarbeit mit dem Eigentümer beheben konnten.“
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Möglich wurde das durch den Anmietungsfonds der Stadt. Das Fördermodell funktioniert so: Ein Eigentümer vermietet sein leerstehendes Ladenlokal für 70 Prozent der letzten Miete an die Stadt. Die wiederum vermietet für nur 20 Prozent der Altmiete weiter an neue Nutzerinnen und Nutzer. Die Differenz stemmt die Stadt mit Förderung aus dem Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“.
Neue Förderung ab April 2026 möglich
„Die Vermittlung über das Citymanagement hat uns sehr geholfen, das Ladenlokal wieder mit Leben zu füllen“, berichtet Adam Shaker, Geschäftsführer der Immobilienverwaltung Burgwall GmbH & Co. KG. Das Konzept von „Tokyo Heartbeats“ habe ihn schnell überzeugt – er sei zuversichtlich, dass dieses Angebot sich etablieren und über die zweijährige Förderung hinaus Bestand haben kann. Shaker weiter: „Die Umbaukostenförderung aus dem Anmietungs-Fonds hat zudem unsere Investitionen begrenzt. So kann unser anfänglicher Mietverzicht langfristig zum Gewinn führen.“
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Übrigens: Wer Ideen für eigene, die City belebende Angebote hat oder ein leerstehendes Ladenlokal, kann sich jederzeit beim Citymanagement melden. Neue Förderungen können wegen der aktuellen Haushaltssperre voraussichtlich wieder ab April vereinbart werden. Beratungen und Anträge sind aber auch derzeit möglich.
Tokyo Heartbeats, Reinoldistraße 23, dienstags bis samstags von 10.30 bis 19 Uhr, tokyoheartbeats.de