Mit rund 800 Teilnehmenden aus Medizin, Politik und Industrie hat in der vergangenen Woche das „Safety Camp“ in Augsburg stattgefunden. Die internationale Tagung befasste sich mit Sicherheit im Gesundheitswesen. Im Fokus standen Patientensicherheit, Cybersicherheit und Krisenresilienz vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, wachsender digitaler Bedrohungen und zunehmender Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen im Gesundheitswesen. Die Veranstalter haben nun Bilanz gezogen.
Der interdisziplinäre Austausch über Systemgrenzen hinweg sei von vielen Teilnehmenden als Alleinstellungsmerkmal der Konferenz hervorgehoben worden, unterstreicht ein Sprecher des Universitätsklinikums Augsburg, das die Tagung mitveranstaltet hat.
„Das Safety Camp war kein Debattenraum für abstrakte Forderungen, sondern eine Plattform, auf der Medizin, Politik, Wissenschaft und Industrie gemeinsam tragfähige Lösungsansätze erarbeiten. Ziel ist es, voneinander zu lernen und konkrete Handlungsoptionen für mehr Sicherheit im medizinischen Alltag zu entwickeln und weiterzutragen“, heißt es von Klaus Markstaller, dem Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Augsburg und Initiator der Konferenz. Ein zentrales Ergebnis der Tagung ist ein gemeinsamer Aktionsplan für mehr Sicherheit in der Medizin, der unter dem Titel „Safety Camp Declaration 2026“ in den kommenden Wochen veröffentlicht werden soll. Darin seien die entwickelten Leitgedanken, Lösungsansätze und strategischen Empfehlungen enthalten.
Darüber hinaus wurde Joe Kiani, Gründer des „Global Patient Safety Movement“, mit dem ersten „Safety Camp Award“ ausgezeichnet.
az