Holt Reis ihn in die Türkei?

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Der 1. FC Union Berlin hätte am Winter-Deadline-Day mit dem Transfer eines alternden Stars für Aufmerksamkeit wie vor drei Jahren sorgen können. Damals war Ex-Real-Profi Isco schon zum Medizincheck bei den Eisernen. Raheem Sterling hat sich den Köpenickern wenige Tage nach seiner Vertragsauflösung beim FC Chelsea zumindest angeboten. Das bestätigte Sportchef Horst Heldt am Montag.
„In jeder Transferperiode wird man mit Namen konfrontiert, bei denen man sich die Augen reiben muss“, sagte Heldt bei „Sky“ in Bezug auf den 31 Jahre alten Außenstürmer. „In dem Fall ist es halt auch so, dass das am Ende nicht seriös gewesen ist und wir das auch nicht verfolgt haben. Wir machen heute nichts mehr. Uns werden Spieler vorgeschlagen, aber es gab keinen konkreten Vorschlag.“
Statt Union Berlin: Sterling zu Thomas Reis?
Sterling ist mit einem Marktwert in Höhe von 5 Millionen Euro derzeit der wertvollste vertragslose Spieler. Bei den Blues hatte er zuletzt noch rund 19,5 Mio. Euro im Jahr verdient, aber keinerlei Aussicht auf Spielzeit mehr. In dieser Saison stand er nicht einmal für die Londoner auf dem Feld. In insgesamt 81 Einsätzen gelangen ihm 19 Treffer und 15 Vorlagen. In der vergangenen Saison ging es per Leihe zum Erzrivalen FC Arsenal, wo es für Sterling mit einem Tor und fünf Assists in 28 Partien nicht besser lief. Im Sommer sollte sich der Flügelstürmer einen neuen Klub suchen, fand ihn aber nicht. So geriet Sterling vollkommen ins Abseits und trainierte bei den Blues getrennt von der ersten Mannschaft.
Nachdem es für ihn mit Union nicht klappte, hat Sterling weitere Optionen, wo das Transferfenster noch geöffnet ist. Etwa in der Türkei bis zum 6. Februar, wo Samsunspor mit ihm in Verbindung gebracht wird. Trainer ist dort der frühere Bochumer und Schalker Thomas Reis. Auch Qarabağ Ağdam, das in der Champions League für Überraschung sorgte und in der Zwischenrunde auf Newcastle trifft, wird ein Interesse nachgesagt. In Aserbaidschan darf noch bis zum 10. Februar transferiert werden. Ohnehin sind nicht in jedem Land die Regeln für vertragslose Spieler so wie in Deutschland, wo ab dem Ende des Winter-Transferfensters solche nicht mehr verpflichtet werden dürfen, bis es im Sommer wieder losgeht.
Gerücht
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