Der Schriftzug "Krankenhaus St. Joseph-Stift über dem Eingangsbereich des Krankenhauses

Stand: 02.02.2026 19:07 Uhr

Hintergrund sind mehrere Fehlbefunde am Klinikum Bremen-Mitte, die derzeit aufgearbeitet werden. Der St. Joseph-Stift will so Vertrauen bei Patientinnen zurückgewinnen.

Das Bremer Krankenhaus Sankt Joseph-Stift wird weiterhin Gewebeproben seiner Patienten durch die Pathologie des Klinikums Bremen-Mitte befunden lassen – Proben bei Verdacht auf Brustkrebs werden jetzt aber in ein anderes Institut geschickt. Damit reagiert das Krankenhaus auf die falschen Befunde im Klinikum Bremen-Mitte, die vergangenen Dezember bekannt geworden waren.

Das Sankt Joseph-Stift hat sich für Änderungen im Umgang mit Brustkrebsbefunden entschieden, weil die Fehlbefunde durch die Pathologie des Klinikums Bremen-Mitte ausschließlich Brustkrebspatientinnen betroffen hatten. Das sagte eine Sprecherin des Sankt Joseph-Stifts auf Nachfrage von buten un binnen.

Brustkrebs-Proben gehen künftig nach Oldenburg

Bis auf Weiteres gehen alle Brustkrebs-Proben des Stifts an ein Institut in Oldenburg. So wolle man das verloren gegangene Vertrauen bei den Patientinnen und auch Mitarbeitende zurückgewinnen.

Ein Sprecher des Klinikverbunds Gesundheit Nord sagte, der Wegfall der Proben aus dem Sankt Joseph-Stift mache die Lage „nicht einfacher“. Das Sankt Joseph-Stift war ein großer Auftraggeber für Brustkrebs-Befundungen. Aktuell sei man auf der Suche nach einem externen Partner, der die Pathologie im Klinikum Bremen Mitte erst einmal übernimmt. Das sei jetzt notwendig, um den Aufbau und Betrieb dort zu sichern.

Radio Bremen