Viele Kinofans kennen Timothée Chalamet als Paul Atreides in „Dune“. Darüber ist ein bisschen in Vergessenheit geraten, dass der „Marty Supreme“-Star schon in einem anderen gefeierten Sci-Fi-Hit zu sehen war!
Aktuell kann sich Timothée Chalamet für seine umjubelte Leistung in „Marty Supreme“ (deutscher Kinostart: 26. Februar) ernsthafte Oscar-Hoffnungen machen. Am bekanntesten ist der 30-Jährige aber wohl als Hauptdarsteller von Denis Villeneuves „Dune“-Saga. In bislang zwei Kinofilmen verkörperte er Paul Atreides, der vom wohlbehüteten Erben des Hauses Atreides zum messianischen Anführer der Fremen heranwächst. „Dune: Part Three“ soll am 17. Dezember dieses Jahres in die deutschen Kinos kommen.
„Dune“ gilt als einer der besten Science-Fiction-Filme des bisherigen 21. Jahrhunderts – doch viele haben gar nicht auf dem Zettel, dass Chalamet nur sieben Jahre zuvor schon einmal in einem ähnlich gefeierten Genrebeitrag zu sehen war: „Interstellar“ (2014) von Christopher Nolan, der längst zum modernen Klassiker herangereift ist!
Hier musste sich der französisch-amerikanische Schauspieler allerdings noch mit einer (wenn auch nicht unwichtigen) Nebenrolle begnügen: Er spielte in „Interstellar“ den jungen Tom Cooper, den Sohn des Protagonisten Joseph Cooper (Matthew McConaughey). So klein sein Part auf der Leinwand auch gewesen sein mag, ebnete er ihm doch den Weg in die oberste Riege Hollywoods – wenngleich sich auch eine Prise Enttäuschung in diese prägende Erfahrung mischte.
Darum war Timothée Chalamet enttäuscht, als er „Interstellar“ sah
In einem Gespräch mit Oscar-Preisträgerin Emma Stone („La La Land“, „Poor Things“), das die beiden im Rahmen der „Actors On Actors“-Reihe des Branchenmagazins Variety geführt haben, verriet Chalamet, weshalb ihn seine erste Sichtung von „Interstellar“ weniger stolz als ernüchtert zurückließ:
„Christopher Nolan organisierte eine Vorführung im Lincoln Square und lud ausschließlich einige Leute ein, die im Film mitgespielt hatten. Das war surreal, weil es ein riesiger IMAX-Saal ist – aber dann waren dort nur Anne Hathaway, Jessica Chastain, John Lithgow und ich. Ich stand damals wirklich ganz am Anfang meiner Karriere, also fühlte ich mich in diesem Saal wie ein Hochstapler.“
Der „Wonka“-Star fährt fort: „Ich habe den Film gesehen und habe ihn geliebt, aber dann bin ich mit meinem Vater nach Hause gegangen und habe eine Stunde lang geweint. […] Ich hatte mir vorgestellt, dass meine Rolle größer ist. Sie haben nicht einmal etwas gekürzt. Aber ich weiß nicht – ich hatte es mir einfach anders ausgemalt.“
Geschadet hat es ihm jedenfalls nicht. Nur drei Jahre bekam er für seine Hauptrolle in „Call Me By Your Name“ jede Menge Aufmerksamkeit – und seine erste Oscar-Nominierung. Heute zählt Chalamet längst zu den gefragtesten Hollywood-Stars seiner Generation. Wenn ihr wissen wollt, wie seine Karriere noch Jahre vor „Interstellar“ ins Rollen kam, dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:
Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.