Zuschüsse der Stadt Stuttgart: Manche Förderprogramme rund ums Heizen laufen vorerst weiter Im Gegensatz zu vielen anderen Städten unterstützt Stuttgart die Bürger finanziell bei Dämmung, Solaranlage und Heizung. Die Fördersätze werden aber sinken. Foto:  

Zuschüsse fürs Heizen und Dämmen oder für eine Solaranlage werden in Stuttgart deutlich gekürzt. Doch wer schnell entschlossen ist: die alten Sätze gelten für manche Programme noch.

Gleich fünf verschiedene Förderprogramme rund um das Thema Energie hat die Stadt Stuttgart im Angebot, doch sie alle werden abgespeckt oder ganz eingestellt – auch das sind Folgen der starken Kürzungen, die die Stadt in ihrem neuen Haushalt vornehmen musste.

Wer als Bürger aber sowieso plant, sein Gebäude zu dämmen, eine neue Heizung einzubauen oder eine Solaranlage installieren zu lassen, sollte sich sputen: Denn einige Programme laufen vorerst weiter, bis neue Förderregeln erarbeitet sind. Das soll im Frühjahr der Fall sein. Konkret will die Stadt nämlich nicht überall gleich stark sparen, sondern politische Akzente setzen. Wie diese aussehen, steht aber noch nicht fest.

Für drei Programme kann man in Stuttgart noch Anträge stellen

Solange gelten folgende Programme fort: das Energiesparprogramm für die energetische Sanierung von Gebäuden, das Heizungsprogramm für den Heizungstausch sowie die Solaroffensive für die Installation von Photovoltaikanlage oder Balkonkraftwerk.

Beim Energiesparprogramm können bislang, je nach Effizienzhaus-Standard, 15 bis 25 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss beantragt werden. Besonders interessant: Wie Sven Matis, der Sprecher der Stadt Stuttgart, betont, kann der städtische Zuschuss mit der KfW-Förderung des Bundes kombiniert werden.

Beim Heizungsprogramm kann man derzeit noch beim Einbau einer Pelletanlage zehn Prozent, beim Einbau einer Wärmepumpe sogar 15 Prozent der Investitionskosten von der Stadt erstattet bekommen. Auch hier gilt: dieser Zuschuss darf zusätzlich zur Förderung des Bundes nach dem Heizungsgesetz beantragt werden. Einzige Einschränkung ist, dass die Gesamtförderung bei maximal 60 Prozent liegen darf.

Bei der Solaroffensive schießt die Stadt bisher maximal 350 Euro je Kilowattpeak zu, bei einer Anlage auf einem Einfamilienhaus können das also bis zu 3000 Euro sein. Balkonkraftwerke wurden bisher mit pauschal 200 Euro gefördert. Wie aus dem Gemeinderat zu hören war, wackelt dieser Zuschuss stark; bisher wird die Förderung aber auf den Seiten der Stadt noch angeboten.

Bereits ganz gestoppt hat die Stadt dagegen zum Jahresbeginn den Zuschuss für den Tausch von Elektrogeräten. Wer bisher eine neue stromsparende Waschmaschine oder einen entsprechenden Kühlschrank gekauft hatte, erhielt bisher bis zu 150 Euro. Das ist gestrichen.

Ebenso zum 1. Januar eingestellt ist die städtische Finanzhilfe für das private Laden von Elektroautos. Für Vorarbeiten rund um eine Wallbox konnte man ebenfalls eine Förderung erhalten.