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Hamburg – Kronzeuge David Barkay (68) wird heute zum sechsten Mal vor dem Hamburger Landgericht aussagen. Je mehr der Entführer-Boss einräumt, desto klarer wird seine Mission: Zuerst sollte das Team des ehemaligen Agenten Informationen über die Block-Kinder in Dänemark sammeln und sie dann zurück zur Mutter nach Hamburg bringen.

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Der Israeli hat mit seiner Sicherheitsfirma „Cyber Cupula“ die jüngsten Kinder von Christina Block (52) bei ihrem Ex-Mann Stephan Hensel (51) überfallen und verschleppen lassen. Den Auftrag für die Entführung von Klara (damals 13) und Theodor (damals 10) an Silvester 2023/24 soll ihm die Steakhaus-Erbin („Block House“) selbst gegeben haben. Sie bestreitet das vehement.

BILD enthüllt: Fotos aus einer Radar-Falle zeigen den Chef-Kidnapper nur einen Tag vor dem gewaltsamen Zugriff in Dänemark bei einer Probe-Fahrt nach Dänemark. Zuletzt hatte er erklärt, die Steakhaus-Erbin und er seien falsch beraten worden und hätten die Rückführung für legal gehalten. Als Strippenzieher nannte er den mitangeklagten Block-Familienanwalt Dr. Andreas Costard, der im Auftrag von Unternehmensgründer Eugen Block (85) gehandelt haben will.

Was im Gericht passiert und der Kronzeuge berichtet, lesen Sie hier im Live-Ticker.

  • Wer ist wer im Fall Block?

    Der Kriminalfall Block ist kompliziert. Agenten, Prominente, Israelis, Detektive und Verwandte von Christina Block – immer wieder tauchen neue Namen im Verfahren um die Entführung der Kinder von Christina Block auf. Es ist kaum mehr möglich, den Überblick zu behalten.

    Deshalb erklärt BILD das Who’s who zum Fall Block.

    Klicken Sie auf das Bild und erfahren Sie alles zu den Protagonisten im Fall Block

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    Foto: PublicAd, picture alliance/dpa, picture alliance / Eventpress

  • Rosenkrieg endet mit Entführung

    Dabei war es doch einmal Liebe: 2005 gab Christina Block Stephan Hensel ihr Jawort. Mehr als 20 Jahre und vier gemeinsame Kinder später liefert sich das inzwischen geschiedene Ex-Paar einen erbitterten Rosenkrieg.

    Nachdem der Vater die Kinder bei sich und seiner neuen Familie behielt, kam es zur Entführung. Erfahren Sie alles in der Chronologie über den Fall Block.

    Klicken Sie auf das Bild und lesen Sie die Chronologie zum Kriminalfall Block

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    Foto: picture alliance/dpa, Marcus Brandt/dpa Pool/dpa, Marco Zitzow, Angerer, Krafft

  • 03.02.2026 – 09:00 Uhr

    So sagte der Entführer bisher aus

    Die Aussage von Chef-Entführer David Barkay könnte die entscheidende Wendung im Block-Prozess sein. In seiner Befragung fiel jedoch auf, dass der 68-jährige Israeli heiklen Fragen häufig auswich und klare Antworten vermied.

    So etwa bei der Frage nach der Platzierung kinderpornografischen Materials auf dem Garagendach von Kindsvater Stephan Hensel oder bei den angeblich in Auftrag gegebenen Verwicklungen eines Anwalts in einen Kinderpornoring – Vorgänge, die nach Darstellung der Staatsanwaltschaft inszeniert gewesen sein sollen. Zeitweise hatten Zuschauer den Eindruck, einer Märchenstunde beizuwohnen.

  • 03.02.2026 – 08:51 Uhr

    Das passierte am letzten Prozesstag

    Am 34. Prozesstag sollten ursprünglich nur drei Zeugen aussagen. Am Ende ergriff jedoch der angeklagte Tal S. selbst das Wort und packte aus. Erstmals berichtete er von zwei Treffen mit Christina Block, vor und nach der Entführung. Bei einem Termin im Block-Luxushotel Grand Elysée seien er und die anderen Entführer maskiert gewesen.

    Darüber habe er bislang geschwiegen, um die Angeklagte zu schützen. Es tue ihm leid, sagt Tal S., dass er nun darüber sprechen müsse.

    Tal S. (36) ist der einzige Entführer aus Israel, der in Haft sitzt

    Tal S. (36) ist der einzige Entführer aus Israel, der in Haft sitzt

    Foto: PRIVAT

  • 03.02.2026 – 08:50 Uhr

    Block verliert Sorgerecht endgültig

    Jetzt gibt es für Christina Block (52) im Sorgerechtsstreit um ihre Kinder Klara (heute 15) und Theodor (heute 12) keine Hoffnung mehr. Nachdem ihr das Sorgerecht zuvor entzogen worden war, lehnte der Oberste Gerichtshof in Dänemark jüngst ihren Antrag auf Zulassung der Berufung ab, der gerichtliche Beschluss liegt BILD vor. Damit ist die Entscheidung endgültig. Ihr Ex-Mann Stephan Hensel bleibt allein sorgeberechtigt, die Kinder bleiben unter strengen Sicherheitsmaßnahmen an einem geheimen Ort in Dänemark.

    Hinweise darauf, dass der Vater die Kinder gegen ihre Mutter beeinflusst hat, sahen die Richter nicht. Eine neue Begutachtung lehnten sie als schädlich für die Kinder ab. Das Urteil bedeutet für Christina Block, dass sie ihre Kinder bis zur Volljährigkeit nicht sehen darf.

    Christina Block zeigt sich im Juni 2016 mit ihren Töchtern Greta, Johanna und Klara (v. l.) sowie Sohn Theodor, den sie auf dem Arm hält

    Christina Block zeigt sich im Juni 2016 mit ihren Töchtern Greta, Johanna und Klara (v. l.) sowie Sohn Theodor, den sie auf dem Arm hält

    Foto: Stephan Wallocha

  • 03.02.2026 – 08:49 Uhr

    So lief das Verfahren bisher

    Kein anderer Fall fesselt Deutschland so sehr wie die Entführung der Block-Geschwister. Deren Mutter Christina Block (52, „Block House“) steht vor Gericht, weil sie die Entführung von Klara und Theodor durch die israelische Sicherheitsfirma Cyber Cupula in Auftrag gegeben haben soll. Laut Anklage soll Christina Block auf diesem Weg versucht haben, die Kinder von ihrem Ex-Mann Stephan Hensel (51) zurückzuholen. Der Vater hatte die beiden nach einem Besuchswochenende bei ihm in Dänemark nicht wieder zu ihr nach Hamburg gebracht.

    34 Verhandlungstage, unzählige Akten, sieben Angeklagte. Seit dem 11. Juli 2025 verhandelt das Landgericht Hamburg gegen Block, ihren Lebensgefährten Gerhard Delling (66), Familienanwalt Dr. Andreas Costard (63) und vier weitere Beschuldigte. Der Prozess liefert immer neue Wendungen.

    Christina Block ist mit ihrem Verteidiger am 30. Januar auf dem Weg zum 34. Prozesstag. Hinter ihr laufen Gerhard Delling und sein Verteidiger David Rieks

    Christina Block ist mit ihrem Verteidiger am 30. Januar auf dem Weg zum 34. Prozesstag. Hinter ihr laufen Gerhard Delling und sein Verteidiger David Rieks

    Foto: Christian Spreitz/BILD