1. Startseite
  2. Eintracht

DruckenTeilen

Kein Last-Minute-Coup, kein Neuzugang: Eintracht Frankfurt blieb am Deadline Day untätig. Warum die SGE auf Transfers verzichtete und was das für den Sommer bedeutet.

Frankfurt am Main – Gähnende Leere auf der Transferliste von Eintracht Frankfurt. Als die Uhr am Transfer-Deadline-Day (2. Februar.) heruntertickte, blieb es in der Mainmetropole ungewohnt still – und das ist man dort aus den letzten Jahren ganz und gar nicht gewohnt. SGE-Sportvorstand Markus Krösche hatte in den vergangenen Jahren regelmäßig noch kurz vor Transferschluss spektakuläre Neuzugänge eingefädelt. Doch dieses Mal: Kein Neuzugang, kein Abgang.

Jessic Ngankam steht in Frankfurt auf der Abschussliste.Jessic Ngankam steht in Frankfurt auf der Abschussliste. © IMAGO/Jürgen Kessler

Dabei besonders auffällig: Frankfurt hat im zentralen Mittelfeld nicht mehr nachgelegt. Vermutlich zum Unmut vieler Eintracht-Fans verzichtete die Klubführung auf einen neuen Sechser. Die Gründe dafür lagen weniger im mangelnden Willen als vielmehr in der Überzeugung der Verantwortlichen: Neu-Trainer Albert Riera gilt als grundsätzlich zufrieden mit dem bestehenden Kader.

Eintrachts neuer Trainer Riera ist zufrieden mit dem bestehenden Kader

Auch Namen, die rund um den Main gehandelt wurden, spielten intern keine entscheidende Rolle. Sergi Altimira von Betis Sevilla etwa war am Montag nie ein heißes Thema. Statt auf kurzfristige Lösungen setzten die Bosse bewusst auf Weitsicht – zumal die Planungen für die kommende Saison längst laufen. Der Entschluss, erst im Sommer im Zentrum nachzubessern, wurde nicht über Bord geworfen.

Absolut Eintracht – der Newsletter! Jetzt abonnieren und Teil der SGE-Community werden! Hier geht es nach einer kurzen Registrierung direkt zur Newsletter-Anmeldung.

Still blieb es am Deadline Day auch auf der Abgangsseite. Zwar bekundete unter anderem Al-Hilal Interesse an Jean-Mattéo Bahoya, ein konkretes Angebot ging aber wohl nie ein. Auch Jessic Ngankam, der mehrere Angebote aus der 2. Liga und dem Ausland vorliegen hatte, entschied sich gegen einen Wechsel. Damit liegt Ngankam der Eintracht noch länger ohne großen Nutzen auf der Tasche. Der gebürtige Berliner gilt seit seiner Langzeitverletzung als Flop-Transfer, konnte bislang nur drei Kurzeinsätze verbuchen.

Von Mallorca nach Frankfurt – Die außergewöhnliche Reise des Albert RieraAlbert Riera soll der neue starke Mann bei Frankfurt werden.Fotostrecke ansehen

Parallel dazu arbeitet Eintracht bereits konkret am Kader der Zukunft. Für den kommenden Sommer stehen mehrere Kandidaten auf der internen Liste. Dazu zählt unter anderem das Bochumer Talent Cajetan Lenz. Auch ein ablösefreier Wechsel von Hoffenheims Grischa Prömel wird als eine von mehreren Optionen geprüft. Nicht ausgeschlossen, dass Frankfurt dann im Sommer im zentralen Mittelfeld gleich mehrfach nachlegt. (LF)