„LichtKlang“ heißt die Licht- und Klanginstallation in Münsters Süden. Was die Besucher an vier Abenden erwartet.

Die Kirche St. Joseph an der Hammer Straße in Münster wird zum Erlebnisraum: Vom 4. bis 7. Februar lädt die Pfarrei zu „LichtKlang“ ein – einer Licht- und Klanginstallation, die Musik, Farben, Psalmen und spirituelle Impulse miteinander verbindet. An vier Abenden verwandelt sich der Kirchenraum in eine offene Bühne für Sinneseindrücke und Begegnung. Dies berichtet die Bischöfliche Pressestelle.

Bereits vor drei Jahren hatte eine Lichtinstallation in St. Joseph viele Menschen angezogen. „Diesmal gehen wir noch einen Schritt weiter“, sagt Rike Bartmann, Mitglied der Projektgruppe. „Es geht nicht nur ums Staunen, sondern um Beteiligung: um Singen, Tanzen, Hören und Feiern – und darum, Kirche als einen offenen, einladenden Ort zu erleben.“

Jeder Abend mit eigenem Thema

Kern des Projekts das vom Innovationsfond des Bistums Münster unterstützt wird, ist eine von der Firma „Schall und Rauch“ aus Münster-Nienberge gestaltete Lichtshow: Dabei erklingen ausgewählte Musikstücke, zu denen der – von Bänken befreite – Kirchenraum in wechselndes Licht und Nebel getaucht wird. Die Lichtshow läuft an allen Abenden von 18 bis 19 Uhr sowie ab 20.30 Uhr bis 22 Uhr. Dazwischen stehen thematische Akzente, die sich an Psalmen orientieren.

Jeder Abend trägt dabei ein eigenes Thema: Am Mittwoch, 4. Februar, steht das Singen im Mittelpunkt. Die Band „MoveDove“ eröffnet mit einer Mischung aus Psalmvertonungen, Jazz und elektronischen Klängen neue Zugänge zu spiritueller Musik. Am Donnerstag, 5. Februar, wird die Kirche zum Tanzraum: Gemeinsam mit der Tanzschule Wichtrup sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich zu Musik und Licht zu bewegen – oder einfach zuzuschauen.

Gottesdienst zum Abschluss

Der Freitag, 6. Februar, gehört dem Hören: Das Duo Mundstücke verbindet Saxofonklänge mit spirituellen Texten von Mystikerinnen und Mystikern, ergänzt durch Licht und Duft. Den Abschluss bildet am Samstag, 7. Februar, ein Gottesdienst unter dem Motto „Feiern“, gemeinsam mit der Queergemeinde Münster und weiteren Gruppen aus dem Südviertel.

„Uns ist wichtig: Wirklich alle sind willkommen“, betont Jan Diekmann, ebenfalls Mitglied der Projektgruppe. „Menschen, die bewusst kommen, genauso wie diejenigen, die zufällig auf der Hammer Straße unterwegs sind, das Licht sehen, den Klang hören und einfach hereinschauen.“ Genau darauf setze das Konzept: offene Kirchentüren, eine persönliche Begrüßung am Eingang sowie Brot, Laugengebäck und Wein aus fairem Handel.

Initiiert wurde „LichtKlang“ von Ehrenamtlichen des ehemaligen Pfarreirats, darunter Rike Bartmann, Jan Diekmann und Ulrike Homberg, gemeinsam mit der Pastoralreferentin Susanne Kolter. Ziel sei es, die Kirche „im wörtlichen und übertragenen Sinne in ein anderes Licht zu rücken“, sagt Diekmann. „Viele verbinden die Kirche mit festen Formen. Wir wollen zeigen: Kirche kann auch Raum für Bewegung, Stille, Freude und gemeinsames Feiern sein.“ Dass Licht und Musik bis nach draußen wirken, ist ausdrücklich gewollt. „Die Hammer Straße ist bunt, lebendig, laut“, sagt Bartmann. „Mit LichtKlang möchten wir mitten in dieses Leben hinein einladen – niedrigschwellig, ohne Voraussetzungen.“ Der Eintritt ist frei.